ORF-Landesstudio Niederösterreich - Land und Leute 08/2001

St. Pölten (OTS) - Sendedatum: Samstag, 21. April 2001, 16.25 Uhr, Wiederholungen: Sonntag, 22. April 2001, 03.05 Uhr,
Donnerstag, 26. April 2001, 12.30 Uhr, Freitag, 27. April 2001, 03.00 Uhr

Förderung für Totholzbäume
Ein Bericht von Christian Schrenk aus Oberösterreich

Der Borkenkäfer bedroht immer wieder die geschlossenen Waldbestände Österreichs. Eine wichtige, natürliche Maßnahme dagegen ist die naturnahe Bewirtschaftung der Wälder. Das bedeutet möglichst hohe Artenvielfalt an Pflanzen, Kleinstlebewesen und Tieren. Vögeln, Insekten und Säugetieren gleichermaßen. Ihre wichtigste Lebensgrundlage ist das abgestorbene Holz großer Bäume. Die aber wurden bisher peinlich genau aus dem Wald entfernt. In den letzten Jahren hat ein Umdenken eingesetzt. Neben der Aktion "Baumpension", die das belassen großer Bäume im Bestand anregt, fördert die Landwirtschaftskammer jetzt das Stehen lassen absterbender oder toter Bäume im Wald. Sie bilden damit einen wichtigen Beitrag zu mehr Artenvielfalt und damit Waldgesundheit.

Frau Aktiv - eine Seminarreihe für Frauen in der Landwirtschaft Ein Bericht von Anja Degen aus Kärnten

In bäuerlichen Nebenerwerbsbetrieben ist es oft Sache der Frauen, sich um zusätzliche Einnahmequellen aus der Landwirtschaft zu kümmern. Nicht jede Frau hat dazu das nötige Selbstvertrauen. Im bäuerlichen Bildungsheim Schloss Krastowitz in Kärnten finden, unterstützt von der Katholischen Frauenbewegung, seit einiger Zeit Projektmanagement-Kurse für Frauen statt. In dem Seminar "Frau aktiv" hat man gute Erfahrungen gemacht, Frauen bei der Verwirklichung ihrer Ideen fachlich kompetent zu begleiten. Inzwischen konnte bereits eine ganze Reihe von Projekten verwirklicht werden. "Land und Leute" hat Frauen besucht, die dieses Seminar absolviert und dort den Anstoß zur Verwirklichung ihrer Ideen bekommen haben.

Tux-Zillertaler-Rind - Österreichs Rasse des Jahres 2001
Ein Bericht von Christl Finkenstedt aus Tirol

Bis noch vor 50 Jahren wurden sie von den Zillertaler Bauern vor allem als Kampfrinder gezüchtet u. dann beim traditionellen Gauderfest gegeneinandergehetzt - die Tux-Zillertaler Rinder. Weil dieses sogenannte "Kuhstechen" abgeschafft wurde, hat man aufgehört mit der Zucht dieser Rasse - vor ca 30 Jahren gab es höchstens noch 30 Tux-Zillertaler Rinder in den Tiroler Ställen. Inzwischen hat sich das Blatt gewendet - eine kleine Schar von engagierten Züchtern hat sich der vom Aussterben bedrohten Rasse angenommen Auch wenn die Tiere keinen übermäßigen Ertrag bringen - den Bauern gefällt diese schöne kastanienbraune bis schwarze Gattung - 400 Tuxer Rinder gibt es inzwischen wieder in Tirol. Heuer sind daher die Tux Zillertaler Rinder zu Österreichs Rasse des Jahres 2001 gekürt worden.

Die Sendung wird präsentiert von Birgit Perl

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