Briefmarken werden ab 1. Mai 2001 Mangelware

Trafikanten werden von der Post brüskiert: Briefmarkenentgelt wird um 72 Prozent reduziert

Wien (PWK283) - Ab 1. Mai 2001 wird für den Vertrieb von Briefmarken nur mehr ein Entgelt von zwei Prozent gewährt. Das hat die Österreichische Post AG dem Bundesgremium der Tabaktrafikanten lapidar mitgeteilt. Bisher wurden dafür sieben Prozent bezahlt. "Wir empfinden eine solche Vorgangsweise als unzumutbar und lehnen es ab, darüber Verhandlungen aufzunehmen", heißt es seitens des Bundesgremiums der Tabaktrafikanten. Die bisher gewährten sieben Prozent Vergütung stellten nach Ansicht der Berufsvertretung der österreichischen Tabaktrafikanten ohnehin die unterste Grenze dar. Unter Berücksichtigung des für den Briefmarkenvertrieb erforderlichen Kapitalaufwands, der Selbstabholung und des umfangreichen Beratungsaufwandes konnte mit dem seit Mitte der Siebziger Jahre geltenden Verschleißeranteil gerade noch ein Deckungsbeitrag erwirtschaftet werden.

Die unverständliche Vorgangsweise der Österreichischen Post, das Briefmarkenentgelt um fast 72 Prozent zu kürzen, wird wahrscheinlich zu einer eklatanten Unterversorgung der Bevölkerung mit Postwertzeichen führen und den Zug der Zeit verstärken, Post per email und Fax zu versenden. Fehlende Briefmarkenverkaufsstellen im privaten Handelsbereich und die nicht besonders kundenorientierten Öffnungszeiten der wenigen Postämter werden dazu besonders beitragen.

"Das Bundesgremium der Tabaktrafikanten zeigt sicher auch Verständnis für diejenigen Tabaktrafikanten, die sich nach kaufmännischen Überlegungen dazu entschließen, Briefmarken aus ihrem Sortiment zu nehmen", stellt dazu Bundesgremialvorsteher Kommerzialrat Peter Trinkl fest. (EBK)

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