Häupl: Stadt Wien stellt 150 Millionen für Votivkirche bereit

Wien, (OTS) Der Leiter des Kulturamtes der Stadt Wien Dr. Bernhard Denscher gab am Dienstag in einem Pressegespräch bekannt, dass der Wiener Bürgermeister Dr. Michael Häupl für die Sanierung der Votivkirche einen Beitrag von 150 Millionen Schilling zugesichert habe. Damit würde Wien rund ein Drittel der Gesamtkosten der Außensanierung der Votivkirche von 450 Millionen Schilling tragen.

Der Leiter des Bauamtes der Erzdiözese Wien Arch. Dipl.Ing. Harald Gnilsen schilderte die Bauschäden. Derzeit würden Notsicherungen mit Gurten und Seilen durchgeführt, um das Herabstürzen von Steinteilen zu vermeiden. Bei einer Inspektion Ende Februar dieses Jahres mußten ca. 200 Steinteile, die beim nächsten Windsturz abzustürzen drohten, abgenommen werden. Die Arbeiten an der Außensanierung werden etwa 20 Jahre dauern.

Seitens des Bundesdenkmalamtes stellte die stellvertretende Landeskonservatorin Dr. Barbara Neubauer fest, die ab 1856 errichtete Kirche sei ein Hauptwerk des damals erst 27jährigen Heinrich von Ferstl und einer der bedeutendsten Kirchenbauten des Historismus in Europa sei.

Der Pfarrer der Votivkirche Dr. Joseph Farrugia verwies darauf, dass sein Pfarre nicht in der Lage sei, aus eigenen Mitteln die Sanierung durchzuführen. In den vergangenen Jahren seien bereits 10 Millionen für die Innenrenovierung aufgebracht worden. Der Pfarrer forderte den Bund auf, ein Drittel der Sanierungskosten zu übernehmen, die Votivkirche sei ein nationales Denkmal.

Die Geschichte der Votivkirche

Als Dank für die Errettung des jungen Kaisers Franz Joseph I. vor einem Attentat am 18. Februar 1853 wurde vom Bruder des Kaisers, Erzherzog Ferdinand Maximilian, die Erbauung einer "Votivkirche" initiiert. Der Kirchenbau wurde in einem Architektenwettbewerb "im gotischen Stile" im April 1854 ausgeschrieben. Die Jury prämierte aus 75 eingereichten Projekten von Architekten aus der Monarchie, Deutschland, England und Frankreich das Projekt von Heinrich Ferstl. Der Bau wurde 1856 begonnen, die Kirche 1879 eingeweiht. Die drei-schiffige neugotische Basilika im französischen Kathedralschema zählt zu den bedeutendsten Bauten des europäischen Historismus. (Schluss) fk/vo

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