Österreichs Exporte nach Festland-China und Hongkong erreichen 1 Mrd Euro

Erstmals höhere Exporte als nach Japan - Besonders österreichische Umwelttechnologie in China sehr gefragt

Wien (PWK282) - Österreichs Exportfirmen konnten im vergangenen Jahr in Richtung des ständig an Bedeutung zunehmenden chinesischen Marktes große Erfolge erzielen. "Die Lieferungen nach Festland-China legten um knapp 24 Prozent auf 6,6 Mrd Schilling (480 Mio Euro) zu und erreichten damit einen neuen Rekordwert. Noch stärker und spektakulärer stiegen unsere Exporte nach Hongkong: um 122 Prozent auf 7,2 Mrd Schilling (523 Mio Euro)", berichtet der Fernostexperte in der Wirtschaftskammer Österreich, Karl Schmidt. "Da bis zur Hälfte des Hongkong-Außenhandels über dortige Handelsfirmen mit Festland-China erfolgt, können die österreichischen Lieferungen zu einem kombinierten Ergebnis von fast 13 Mrd Schilling oder ziemlich genau 1 Milliarde Euro zusammengefasst werden. Dies bedeutet, dass China erstmals in der jüngeren Geschichte des österreichischen Überseehandels Japan überholt und zur Exportdestination Nummer 1 in Asien aufgestiegen ist", so Schmidt.

Dominiert werden Österreichs Exporte nach Festland-China und Hongkong von Maschinen und Anlagen, die mit einem Volumen von 9,3 Mrd Schilling wesentlich zum positiven Gesamtergebnis beitrugen. "Auffallend ist dabei insbesondere der ständige Auftragseingang bei Projekten im Bereich des Umweltschutzes, speziell bei der Wasseraufbereitung. Der Bedarf für Kläranlagen, Reinigung von Industrieabwässern und Seen ist angesichts der mit durchschnittlich jährlich 8 Prozent rasch wachsenden chinesischen Volkswirtschaft zu einem dringenden Problem für die Planer in Provinzen und Stadtverwaltungen geworden", betont Schmidt und weist auf die gute Expertise und Technologien Österreichs Firmen in diesen Bereichen hin. Mehr als 50 Projekte wurden bereits auf dem Umweltsektor in China verwirklicht, eine weitere Anzahl sei in Verhandlung.

Nach Ostern, ab 19. April, wird in der sogenannten High-Tech-Hauptstadt Chinas, in Shenzhen nahe Hongkong, durch die dortige WKÖ-Außenhandelsstelle ein Experten-Symposium über österreichische Umwelttechnologien durchgeführt. Zehn Exportfirmen und Ingenieurbüros werden vor rund 200 erwarteten Fachleuten und Projektverantwortlichen aus mehreren chinesischen Provinzen ihre Angebote präsentieren, im Anschluss sind auch Besuche bei individuellen Standorten vorbereitet.

Im weiteren Jahresverlauf organisiert die Wirtschaftskammer Österreich Teilnahmen bei internationalen Umweltmessen im Juni in Peking und im September in Guangzhou (Kanton), wobei auch Förderungen im Rahmen des EU-Programmes Asia-Invest gewährt werden können. Umwelttechnologien bilden auch einen Schwerpunkt bei der für Herbst geplanten Messe "Asia-Interprise Metal Euro-China" in Macau. (Ne)

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