Weinzinger: Erste gemeinsame Plattform aller Grün-Parteien der Welt

Weltklima und Globalisierung im Mittelpunkt der Diskussionen der Weltkonferenz der Grünen in Canberra

Wien (OTS) "In Canberra wurde der Grundstein für eine gemeinsame politische Plattform und für gemeinsame Aktionen von grünen Parteien aus aller Welt gelegt. Eine lose globale Koordination wird die Aktivitäten in Zukunft vernetzen. Angesichts der unterschiedlichen Länder, Kulturen und Herkunft der Parteien eine große Leistung, die für die Zukunft viel erwarten läßt", bilanzieren die beiden österreichischen TeilnehmerInnen an der ersten Weltkonferenz der Grünen im australischen Canberra. Die als "historisches Ereignis" bezeichnete Konferenz brachte erstmals Grünparteien aus aller Welt zusammen. Vertreten waren 71 Länder und mehr als 800 Personen.

"Die Konferenz und die weltweite Zusammenarbeit von Grünen sind eine Form der positiven Globalisierung. Weltweit agierenden Konzernen und international vernetzter Politik wollen die Grünen verstärkt mit weltweiten Aktionen begegnen" so Franz Floss, internationaler Sekretär der Grünen. Zu einer ersten derartigen Aktion wurde der Startschuß in Canberra gesetzt: Einem Aufruf zum Boykott der US-Ölkonzerne wegen des Rückzugs der USA aus dem Kyoto-Protokoll. "Der weltweite Klimawandel und der verantwortungslose Rückzug der Bush-Regierung aus dem Kyotoprozeß waren Topthema der Konferenz. Es ist ein offenes Geheimnis, daß der Bush-Wahlkampf von den US-Ölmultis gesponsert wurde und Bush unter ihrem Druck nun den Rückzieher aus Kyoto macht. Die Grünen reagieren darauf mit einem Boykottaufruf, da Bush offenbar nur die Sprache des Geldes versteht", so Brigid Weinzinger. Bundesvorstandsmitglied der österr. Grünen und Fraktionsobfrau der nö. Grünen.

Neben dem Boykottaufruf wurden eine umfassende Klima-Resolution sowie eine "global charter" der Grünen beschlossen. Darin sind die von den Grünen weltweit anerkannten Grundwerte ökologische Umsicht (ecological wisdom), soziale Gerechtigkeit, partizipative Demokratie und nachhaltige Entwicklung festgeschrieben.

Daß grüne Parteien eine zunehmend wichtigere Rolle spielen, wurde an zwei aktuellen Beispielen sichtbar, die bei den KonferenzteilnehmerInnen auf großes Interesse stießen: Dem ersten grünen Bürgermeister von Santa Monica in Californien (80.000 Einwohner/Stadt) und dem Wahlerfolg der Grünen in Wien. Als wegweisend wurden die österreichischen Erfahrungen auch in puncto Gentechnik und Biolandbau gesehen, so Weinzinger. Der in Australien -wie in vielen Staaten - deutlich geringere Anteil an Biobauern stellte auch die KonferenzorganisatorInnen vor eine große Aufgabe: Um die überraschend auf 800 gestiegene Zahl der TeilnehmerInnen beim offiziellen Konferenz-Dinner im Parlament ausschließlich biologisch bewirten zu können, mußten Biolebensmittel aus ganz Australien aufgekauft werden.

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