Österreich initiiert Diskussion über naturnahe Landwirtschaft

Zusammenkunft von 16 mittel- und osteuropäischen Ländern in Verona

Verona, 13. April 2001 (AIZ). - Unter Federführung Österreichs und Italiens haben sämtliche mittel- und osteuropäischen Länder (MOEL) über eine nachhaltige, flächendeckende und wettbewerbsfähige Landwirtschaft am Donnerstag in Verona diskutiert. 2Wir sehen uns als Brückenbauer%, erklärte Werner Wutscher, Generalsekretär im Landwirtschaftsministerium, das österreichische Bemühen um breite Diskussion und Informationsaustausch in Sachen Lebensmittelsicherheit und naturnahe Landwirtschaft. Im Besonderen will Österreich das europäische, multifunktionale Modell der bäuerlichen Landwirtschaft Albanien, Weißrussland, Bosnien und Herzegowina, Bulgarien, Kroatien, Tschechien, Ungarn, Mazedonien, Moldavien, Polen, Rumänien, Slowakei, Slowenien, Ukraine und Restjugoslawien schmackhaft machen. Seit 1996 treffen sich diese Länder im Rahmen der "Central European Initiative" (CEI) zum regelmäßigen Gedankenaustausch. Österreich und Italien sind die einzigen EU-Mitgliedsstaaten in diesem Gremium. ****

Themen wie Lebensmittelsicherheit, Qualität und umweltverträgliche Produktionsverfahren in der Landwirtschaft standen auf der Tagesordnung der CEI-Teilnehmer. Österreich regte im Besonderen zur Diskussion über die Ökologisierung der Landwirtschaft an. Wutscher zufolge fand der österreichische Weg bei vielen Ländern Unterstützung. Er räumte nach den Gesprächen der Biolandwirtschaft in Europa reale Chancen ein. Denn im Rahmen der ländlichen Entwicklung könnten die Länder "Gelder für Umweltprogramme" lukrieren. Auch könnte in Europa bald ein neuer Markt für Bioprodukte auf Grund der aktuellen BSE-Krise entstehen. Und dies gebe den Ländern innerhalb der CEI zu denken. Auch fand der österreichische Vorschlag, einer betriebsgrößenabhängigen Modulierung der Beihilfen Unterstützung. Vor allem bei Polen und Ungarn, die zahlreiche kleine landwirtschaftliche Betriebe haben, fiel der österreichische Vorstoß auf fruchtbaren Boden, sagte Wutscher.

Weiters sei es gelungen, die Treffen im Rahmen des CEI zu "operationalisieren", informierte der Generalsekretär. So wird es im November in Triest zu einem nächsten Treffen kommen. Bilateral werden die Diskussionen weitergeführt. Unmittelbare Auswirkungen auf die EU-Erweiterungsverhandlungen im Bereich Landwirtschaft erwartet Wutscher nicht: "Die Zentraleuropäische Initiative CEI ist kein Beitrittsvorbereitungsgremium, sondern ein Grundsatzgremium, wo Fragen der Agrarpolitik diskutiert werden." Die Plattform diene dem Interessenaustausch und einem besseren Verständnis.
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