Pharmawirtschaft (3): Großhandel: Große Leistung , kleiner Preis

(Wien/OTS) "Der österreichische Großhandelsaufschlag wurde per 1. Juni 2000 mit ministerieller Verordnung um rund zehn Prozent gesenkt. Allein daraus ergibt sich im Jahr 2001 zusätzlich eine Spannenminderung von rund 130 Millionen Schilling. Da diese Großhandelsspannensenkung auch die Apothekenverkaufspreise mindert, resultiert eine Gesamtabsenkung der Arzneimittelkosten für Krankenkassen und Konsumenten von ca. 200 Millionen Schilling", berichtete Dr. Johann Kwizda, Vorsitzender der Bundesberufsgruppe Pharmagroßhandel in der WKÖ beim heutigen Pressegespräch der Pharmawirtschaft in Wien.

Zwt.: Nur bei Mehrwertsteuer über Europa-Schnitt

Kwizda betonte, dass allen seriösen Studien zufolge (z.B. Univ. Prof. Dr. Werner Clement, IWI, 2000) die heimischen Arzneimittelpreise in Österreich auf allen Handelsstufen nach Kaufkraftparitäten oder aber auch nach Wechselkursen gerechnet unter dem europäischen Durchschnitt liegen. So liegt nach Kaufkraft der durchschnittliche europäische Fabriks-/Depotabgabepreis pro Packung 13,9 Prozent über dem österreichischen, der durchschnittliche europäische Großhandelsaufschlag um 18,6 Prozent über dem österreichischen und der durchschnittliche europäische Großhandelsaufschlag pro Einwohner um 20,3 Prozent über dem österreichischen Wert. Einzig die österreichische Mehrwertsteuer ist mit 20 Prozent eine der höchsten in Europa und liegt weit über dem europäischen Durchschnitt.

Zwt.: "Minimieren, rationalisieren, investieren!"

Das Bekenntnis des Großhandels, wie Dr. Johann Kwizda ausführte, heißt also, Kosten minimieren, rationalisieren, aber auch zur Erhaltung der Leistungskraft der österreichischen Großhandelsbetriebe investieren. Es müsse nämlich im Interesse der Gesundheit der österreichischen Bevölkerung weiterhin ermöglicht werden, GDP-Standards (GDP= good distribution practice, Anm.), wie in Europa gefordert, auch in Österreich zu gewährleisten.
++/rm (Fortsetzung)

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