Pharmawirtschaft (2): Pharmig: Strukturreformen statt Panik-Aktionen

(Wien/OTS) Langfristige Strukturreformen im heimischen Gesundheitswesen forderte Pharmig-Präsident Dr. Ulrich H. Bode heute, Freitag, beim ersten gemeinsamen Pressegespräch der Pharmawirtschaft zu neuesten Daten hinsichtlich der Einsparungen bei Arzneimitteln in Wien seitens der Regierung ein. Seit Jahren sei es einzig und allein die Pharmaindustrie gewesen, die auf Reformen gedrängt und dazu auch konkrete Vorschläge geliefert habe.

Das "Integrierte Gesundheitssystem" der Pharmig, das einen Diskussionsansatz zur Umformung des Gesundheitswesens aus ganzheitlicher Sicht darstellt und
bereits vor 13 Jahren erstmalig präsentiert wurde, sei zwar im Bereich der Gesundheitspolitik wohl bekannt und verbal auch anerkannt, doch, so Bode, "passiert ist eigentlich nichts". Nach wie vor würden kurzfristigen Maßnahmen der Vorzug vor langfristig wirksamen gegeben werden. Bode: "Und das ist schade".

Zwt.: Pharmaindustrie muss gleichberechtigter Partner sein!

Bode gab weiters zu bedenken, dass auch andere wichtige Impulse, die zu einem vernünftigen Umgang mit Arzneimitteln auf allen Ebenen des Gesundheitswesens führen sollen, auf den Unternehmensgeist der Pharmaindustrie zurückzuführen sind. So wurde etwa die Initiative Arznei & Vernunft von der Pharmig erdacht. Seit 1994 wird sie als Kooperationsprojekt der Pharmawirtschaft und des Hauptverbandes der Sozialversicherungen sehr erfolgreich durchgeführt und ist seit dem Jahr 2000 auch im Regierungsprogramm fix verankert.

Weiters nannte Bode dazu auch das von der Regierung und den Sozialpartnern favorisierte "grüne Rezept", das ebenfalls auf eine Aktion der Initiative Arznei & Vernunft aus dem Jahr 1995 zurückgeht. "Es muss endlich anerkannt werden, dass die Pharmaindustrie ein gleichberechtigter Partner im Gesundheitswesen ist, der bereit und befähigt ist, an politischen Entscheidungen im Gesundheitsbereich mitzuarbeiten", sagte der Pharmig-Präsident.
++/rm (Fortsetzung)

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