Landes-Gesundheitsfonds als Strukturinstrument

LR Bischof: Zukunft des Gesundheitssystems jetzt gestalten!

Bregenz (VLK) - In Salzburg fand kürzlich ein Treffen der Gesundheitsreferenten zur Zukunft des Gesundheits- und Krankanstaltenbereiches statt. Vorarlberg war durch
Gesundheits-LR Hans-Peter Bischof vertreten. Zweck des Arbeitsgespräches war es, eine einheitliche Linie der Länder gegenüber dem Bund zu vertreten und die Weiterentwicklung des Gesundheitssystems effizient zu steuern. Laut Landesrat
Bischof standen "entscheidende Überlegungen zur Verbesserung
der Gesundheitslandschaft" im Mittelpunkt der Gespräche.
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Bischof: "Derzeit ist nur die Reparatur des finanziellen
Mankos des Hauptverbandes und einzelner Kassen in Diskussion,
das Hauptaugenmerk liegt auf der zukünftigen Finanzierbarkeit
und Gestaltung des Gesundheitssystems. Das in Vorarlberg
schon in konkreten Überlegungen stehende Finanzierungssystem
über einen landesbezogenen Gesundheitsfonds wurde von dieser Arbeitsgruppe sehr positiv aufgenommen und bildete ein
Kernstück in den neuen Strukturforderungen, die an den Bund gerichtet wurden."

Die Teilnehmer der Arbeitsgruppe betonten übereinstimmend,
dass sich die Gesundheitsvorsorge in Österreich derzeit auf
einem guten internationalen Niveau befindet. Besonders
hinderlich für die notwendige Weiterentwicklung des Systems
(zB medizinischer Fortschritt, Altersentwicklung der
Bevölkerung) sind die starren strukturellen und finanziellen Grenzen der einzelnen medizinischen Leistungs- und Versorgungsbereiche.

Landes-Gesundheitsfonds steuert Gesundheitsversorgung

Ziel ist die Schaffung von einzelnen Landes-
Gesundheitsfonds als integrierte Strukturierungs-,
Organisations- und Finanzierungsinstrumente, zur raschen
Anpassung an die sich ändernden Erfordernisse. Das erfordert
eine Neuorientierung, um die stationären und ambulanten Leistungserbringer zu koordinieren und die bestehenden Finanzierungspartner in ein gemeinsames System einzubinden.

Eine effiziente Aufgabenverteilung sollte wie folgt
aussehen:

-Die Gestaltung von rechtlichen Rahmenbedingungen und die
Vorgaben für die Qualitätsstandards ist in einem solchen
neuen System Aufgabe des Bundes.

-Aufgabe der Länder (im Sinn des Subsidiaritätsprinzips) ist
die Organisation und Steuerung der Gesundheitsversorgung. Die angepeilte Schaffung von einzelnen Landes-Gesundheitsfonds
mit einem umfassenden Auftrag entspricht den länderweise unterschiedlichen Voraussetzung und historischen
Entwicklungen.

-Gemeinsame Aufgabe von Bund und Ländern ist die Leistungsangebotsplanung.

Stärkere regionale gesundheitspolitische Verantwortung

Aus Sicht der Arbeitsgruppe erfordert eine effiziente Gesundheitsreform die Neustrukturierung der sozialen Krankenversicherung. Für die Teilnehmer der Arbeitsgruppe ist
die Weiterentwicklung der sozialen Krankenversicherung die Voraussetzung für eine patientenorientierte
Leistungserbringung und für die Stärkung der regionalen gesundheitspolitischen Verantwortung. Die Weiterentwicklung
der sozialen Krankenversicherung müsste Folgendes beinhalten:
Harmonisierung der Leistungen, Verbesserung der
Serviceorientierung (Einrichtung von Bezirksservicestellen
für alle Sozialversicherten), Demokratisierung der Entscheidungsstrukturen, Kostentransparenz und eine
einheitliche vernetzte Leistungsdokumentation.
(ug,nvl)

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