AKNÖ-Präsident Staudinger: "Durch Information und Ausbildung Arbeitsunfällen vorbeugen"

Sozialpartnereinigung im ArbeitnehmerInnenschutz soll Arbeitsunfälle unter 100.000er Grenze drücken.

Wien (AKNÖ) - Vor kurzem präsentierten ÖGB-Präsident Fitz Verzetnitsch und Wirtschaftskammer-Präsident Christoph Leitl die sozialpartnerschaftliche Einigung in Sachen "ArbeitnehmerInnenschutz". Im Vordergrund aller Bemühungen standen dabei die Umsetzung sinnvoller Regelungen und praxisgerechter Lösungen. Dazu AKNÖ-Präsident Josef Staudinger: "Die gesetzlichen Rahmenbedingungen zu formulieren stellen zwar einen grundlegenden Faktor dar, aber viel wichtiger wird es sein, den Präventionsgedanken durch Information und Ausbildung auch den ArbeitnehmerInnen zu Bewusstsein zu bringen.****

Die Statistik der Arbeitsunfälle gibt dem AKNÖ-Chef recht: In Niederösterreich sank die Zahl der Arbeitsunfälle im Jahr 2000 um 3,7%. Österreichweit lag dieser Wert im Vergleichszeitraum bei 1,4%. "Diese Zahlen und die vielen Rückmeldungen von ArbeitnehmerInnen bei den AKNÖ-Experten zeigen uns, dass wir mit unseren Ausbildungsangeboten für Sicherheitsvertrauenspersonen und Betriebsräte genau richtig liegen", zeigt sich Staudinger stolz. Die Einigung der Sozialpartner sieht folgende Änderungen vor: Die Arbeiterkammer behält weiterhin die Möglichkeit, gemeinsam mit den Arbeitsinspektoren Kontrollen in den Betrieben durchzuführen. Weiters wird erstmals die notwendige Einbindung von Arbeitspsychologen im Gesetz festgeschrieben. "In der modernen Arbeitswelt stellt Stress eine große Belastung dar, deshalb ist es umso wichtiger, dass der Gesetzgeber auf die ständig steigende psychsiche Belastung der ArbeitnehmerInnen Rücksicht nimmt", begrüßt der AKNÖ-Präsident diesen Punkt der Einigung.

Die bisherigen Mindesteinsatzzeiten der ArbeitsmedizinerInnen und Sicherheitsfachkräfte werden künftig "Präventionszeit" genannt und auf weitere Fachleute aufgeteilt. Generell wird die Präventionszeit zwar verkürzt, aber durch drei Abstufungen auf die jeweiligen Belastungen an den Arbeitsplätzen abgestellt. Das bedeutet, dass beispielsweise an Nachtarbeitsplätzen die Präventionszeit länger ist, als an wenig belastenden Arbeitsplätzen. "Nach Inkrafttreten dieser Neuregelung werden wir uns seitens der Arbeiterkammer sehr genau ansehen, ob wir mit der Abstimmung der Einsatzzeiten auf die Belastungen am jeweiligen Arbeitsplatz unserem Ziel, die Zahl der Arbeitsunfälle weiter zu senken, ein Stück näher gekommen sind", betont AKNÖ-Präsident Staudinger abschließend.
(Schluss)

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

Tel.: (01) 58883-1252

AKNÖ Öffentlichkeitsarbeit

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | AKN/AKN