Lycos Europe-Chef im FORMAT-Interview: "Weitere Entlassungen in der Internet-Branche"

Auswirkungen der New Economy-Krise stehen Europa noch ins Haus - Verlust von Lycos soll im nächsten Quartal halbiert werden.

Wien (OTS) - In einem Exklusiv-Interview in der am Freitag erscheinenden Ausgabe von FORMAT geht Christoph Mohn, einer der Hauptaktionäre und Geschäftsführer der Bertelsmann-Tochter Lycos Europe, davon aus, daß bei Internetfirmen in Europa "noch erheblicher Konsolidierungsbedarf" bestehe. Er rechne damit, daß es in den kommenden Monaten "zu einer Reihe von Entlassungen und Schließungen" kommen werde. Das Ausmaß werde allerdings "weniger dramatisch ausfallen, als in den USA" da der europäische Markt rund zwei Jahre hinter den USA nachhinke.

Von diesem Bereinigunsprozess seien letztlich auch die Internet-Portale betroffen. Mohn zu FORMAT: "Die Welt braucht keine 300 Portale. Eine Handvoll, drei, vier können wirklich davon leben. Firmen die keinen klaren Weg zur Profitabilität aufzeigen können, bekommen keine Anschlußfinanzierung mehr."

Mohn ist zuversichtlich, daß nach Rekordverlusten im abgelaufenen Quartal bei Lycos Europe der Tiefpunkt erreicht sei. "Wir werden die Verluste jetzt relativ rasch substantiell abbauen. Schon im nächsten Quartal soll der Verlust halbiert werden" so Mohn im FORMAT-Interview.

Am hohen Wachstumstempo wolle er dennoch festhalten. Mohn: "Unser Ziel ist es weiterhin rascher zu wachsen, als der Markt und unseren Marktanteil von derzeit zehn Prozent mittelfristig auf 15 Prozent zu steigern."

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