Jungbauernschaft kritisiert Initiative CVorrang für Biom

Offener Brief an WWF, Greenpeace, GLOBAL 2000 und Vier Pfoten

Wien, 12. April 2001 (AIZ). - Die Österreichische Jungbauernschaft und die Österreichische Landjugend üben Kritik an der von WWF, Greenpeace, GLOBAL 2000 und der Tierschutzorganisation ;Vier Pfoten& gestarteten Initiative EVorrang für Bioo. In einem Offenen Brief verwahren sie sich gegen die @Bevormundung durch die Umweltverbändep und kritisieren gleichzeitig die /populistische Art, wie Umweltorganisationen oft mit der heimischen Landwirtschaft umgehenü. Offenbar dienten manche dieser Aktivitäten in erster Linie der Steigerung des Spendenaufkommens, so die Jungbauernschaft- und Landjugend-Organisation. ****

kÖsterreichische Bauern wirtschaften nachhaltig und umweltbewusst. Der beste Beweis dafür ist der hohe Anteil an Biobauern und der Rekordanteil bei der Beteiligung am Agrar-Umweltprogramm. Dafür werden wir zu Recht in den EU-Staaten als Vorbild gesehenO, heißt es in dem Offenen Brief an WWF, Greenpeace und Co.

Ausreichend Fördermittel für Biolandbau

Dem Biolandbau stünden ausreichend Förderungsmittel zur Verfügung, wird betont. Biolandbau sei nur eine Form von umweltgerechter Landwirtschaft. ;Auch über das Umweltprogramm ÖPUL werden eine Reihe von sinnvollen Maßnahmen gefördert. Im neuen Agrarbudget wurden die Gelder im ÖPUL und im Bereich Ländliche Entwicklung deutlich aufgestockt. Bei vielen Landwirten kommt aus verschiedensten Gründen der Umstieg auf Biolandbau nicht in Frage. Eine Zweckbindung der Mittel für Biolandbau würde verhindern, an anderen Umweltprogrammen teilzunehmenU, so die Jungbauernschaft.

Zur Forderung der Umweltorganisationen nach einem bestimmten Anteil an Biobauern heißt es in dem Brief: gDer Konsument kann den Biolandbau am einfachsten durch gezieltes Kaufverhalten unterstützen, indem er die Produkte höherpreisig kauft.) Dadurch werde sichergestellt, dass sich der biologische Landbau gemeinsam mit der Nachfrage entwickeln kann. PWir Bauern wollen für unsere Produkte einen Preis, der die Kosten beziehungsweise Mehrkosten für naturnahe Produktionsverfahren abdeckt. Wir produzieren das, was der Markt verlangt. Eine Produktion künstlich über Subventionen zu stimulieren, wenn kein Markt besteht, macht wenig SinnM, geben die Jungbauernvertreter zu bedenken.

Einladung zum Dialog

Österreichs Bauern seien durchaus in der Lage, mit den zuständigen Stellen sachliche, richtige Programme zu entwickeln und zu sichern, dass vorhandene Mittel sinnvoll eingesetzt werden. Manche Aktivisten der Umwelt- und Tierschutz-Organisationen wüssten dagegen oft erschreckend wenig über die österreichische Landwirtschaft. kEs wäre das Mindeste, wenn Sie Ihre Vorstellungen von Landwirtschaft mit den Landwirten und ihren Interessenverbänden absprechen. Den Bauern über die Medien mitzuteilen, was sie zu machen haben, ist nicht die Art und Weise, wie sich in Zukunft ein sinnvoller Dialog entwickelt. Für ein konstruktives Gespräch stehen wir Ihnen gerne zur VerfügungN, laden Landjugend und Jungbauernschaft die Umweltorganisationen zum Gespräch ein.
(Schluss)

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