Osterhasen in Gefahr!

Der Feldhase, Tier des Jahres 2001, steht auf der Roten Liste gefährdeter Arten.

Wien (OTS) - Als Schoko-Osterhase allgegenwärtig, in der Natur gefährdet: Der Feldhase, Tier des Jahres 2001, leidet unter der Ausbreitung der industriellen Landwirtschaft in Österreich. Der WWF fordert daher: "Vorrang für Bio!"

Schokolade. Marzipan. Zucker. Plüsch. Dem Osterhasen kann man derzeit kaum entkommen. Für sein natürliches Vorbild, den Feldhasen, sieht es weniger österlich aus. "Die Bestände sind in den letzten Jahren weiter zurückgegangen. Der Feldhase findet sich in Österreich auf der Roten Liste der gefährdeten Arten", erklärt Herbert Schaupp, für den WWF Leiter der Bio-Offensive "Vorrang für Bio!".

Der Hauptgrund für diesen Rückgang ist die industrielle Landwirtschaft:

+ Sie räumt die Landschaft aus, um sie maschinengerecht zu gestalten - und zerstört damit wichtige Rückzugsgebiete wie Gebüsche und Hecken, wo die Hasen ihre Jungen aufziehen und sich vor Räubern (und Jägern) verstecken
+ Sie vergiftet die Hasen mit Pestiziden
+ Sie schafft Monokulturen, in denen für das Lieblingsfutter der Hasen - Kräuter wie Klee und Löwenzahn - kein Platz ist

Der Hase ist dabei kein Einzelfall: Bis zu zwei Drittel der österreichischen Arten hängen direkt von einer naturnahen Land- und Forstwirtschaft ab. Die Lösung - eine ökologischere, biologische Landwirtschaft - ist in Österreich nicht in Sicht. Nach wie vor erhalten große, intensive Landwirtschaftsbetriebe den Löwenanteil der Förderungen, die Zahl der Biobauern geht unterdessen zurück. Der WWF hat daher gemeinsam mit Greenpeace, GLOBAL 2000 und der Tierschutzorganisation Vier Pfoten eine Offensive für Biolandbau gestartet. Unter dem Leitspruch "Vorrang für Bio!" sollen in den nächsten Wochen möglichst viele Unterschriften für eine ökologische Wende in der Agrarpolitik gesammelt werden.

Und auch die Hasen wehren sich: Heute sammeln zwei mannsgroße Osterhasen auf Wiener Ostermärkten Unterschriften für "Vorrang für Bio!". Die Unterschreibenden erhalten als Dank ein Osterei. Natürlich aus biologischer Freilandhaltung.

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

WWF Öffentlichkeitsarbeit
Corinna Milborn
Tel 0676 / 83 488 231

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | WWF/OTS