Antoni: Gehrer hat historischen Tiefststand des Bildungsbudgets zu verantworten

Antoni warnt vor neoliberaler Bildungspolitik - Prinzip der Chancengerechtigkeit in Gefahr

Wien (SK) "Bildungsministerin Gehrer hat es zu verantworten, dass sich der Anteil des Bildungsbudgets gemessen am Bruttoinlandsprodukt auf einem historischen Tiefststand von 2,49 Prozent befindet", übte SPÖ-Bildungssprecher Dieter Antoni heftige Kritik. Gehrers Pläne im Bildungsbereich würden das Prinzip der Chancengerechtigkeit durch einen Systemwechsel durchbrechen und beseitigen". Bildung würde damit zu einem Privileg von "Eliten", kritisierte Antoni. Die SPÖ fordert ein "umfassendes Bildungsangebot, das entsprechende soziale und regionale Schulangebote beinhalten muss, damit das Prinzip der Chancengerechtigkeit gewahrt bleibt", bekräftigte der Abgeordnete am Donnerstag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. ****

Antoni betonte weiter, "die Qualität der Bildung muss stimmen. Und für diese Qualität sind nicht nur die Schulaufsichtsbehörden, sondern selbstverständlich auch die Bildungsministerin verantwortlich." Gerade deshalb solle Gehrer eine gebührenfreie Bildung für alle sicherstellen. Nachdem in Österreich und in der EU lebensbegleitendes Lernen immer wichtiger werde, "ist es auch höchst an der Zeit im Bereich der Erwachsenenbildung massive Schwerpunkte zu setzte", forderte Antoni.

Für die SPÖ sei eine Umstrukturierung der Bildungsverwaltung "selbstverständlich vorstellbar, aber der Grundsatz sozialdemokratischer Bildungspolitik - freier Zugang für jeden Menschen zur Bildung - darf dabei nicht in Frage gestellt werden", unterstrich Antoni. Antoni forderte auch eine Rücknahme der Studiengebühren. In der Bildungspolitik der Regierung sieht der SPÖ-Bildungssprecher jedenfalls einen "Rückschritt in jene Zeiten, wo sich nicht jeder Bildung auch leisten konnte". Antoni vermutet, dass seitens der blau-schwarzen Koalition bereits "klammheimlich über die Einführung von Schulgeld diskutiert wird".

"Die Bildungs- und Hochschulpolitik der Regierung repräsentiert die Widersprüche dieser Regierung in der höchstmöglichen Form: Einerseits gibt sie vor, die Bildung zu fördern, andererseits arbeitet sie auf die Schrumpfung des gesamten Bildungssystems hin", kritisierte Antoni. Einerseits gebe die Regierung vor, die Ausbildung technischer Fachkräfte zu fördern, andererseits schränke sie den breiten Zugang zu hochqualifizierter Ausbildung ein, schloss Antoni. (Schluss) hm

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