SCHENNACH: MEDIEN ... UND JÄHRLICH STIRBT EINE TAGESZEITUNG Grüne: Irgendwann droht die Vision: ein Land, eine Regierung, eine Zeitung, ein Fernsehen, ein Internet

Wien (OTS) "2000 war es Täglich Alles, 2001 steht die Neue Zeit vor dem Aus. Jährlich eine Tageszeitung weniger. Von Medienvielfalt kann in Österreich ohnedies nicht mehr gesprochen werden. Alle politischen Wochenmagazine in einem Verlagshaus. Hauszustellung monopolsiert und der Projektversuch endet dieses Jahr. Wieviel unterschiedliche Meinung braucht dieses Land? Genügt es, wenn Österreich nun bei einem Dutzend Tageszeitungen angelangt ist, wobei ein Ende des Konzentrationsprozesses nicht absehbar ist. Bei den Privatradios dasselbe Bild. Die Ein- und Aufkäufer sind unterwegs. Die wenigen marktbeherrschenden Unternehmen sind im Print und Äther cross over eingehakt, da bleibt wenig Platz und Luft am Medienmarkt. Das Förderungssystem und das Kartellrecht haben kläglich versagt. Medienvielfalt ist in Österreich eher ein Fach für Historiker und nicht für Zeitgeschichtler. Irgendwann droht die Vision: ein Land, eine Regierung, eine Zeitung, ein Fernsehen, ein Internet. Das Versagen teilen sich die Bundesregierungen der letzten Jahrzehnte, die allesamt Medienpolitik mit politischer Einfluß- und Machtpolitik verwechselt haben. Heute existiert eine medienpolitische Wüste in Österreich. Es ist nur zu hoffen, dass Bund und Land Steiermark fünf vor zwölf noch eine Lösung für die Neue Zeit finden. Sie stellt ohnedies ein Unikum dar", stellt der Mediensprecher der Grünen, Stefan Schennach fest.

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