• 12.04.2001, 10:50:20
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  • OTS0089 OTW0065

Fasslabend: Einbahn bei Verwaltungsreform muß ein Ende haben

Zustimmung für Staatssekretär Finz - Skepsis gegenüber Vizekanzlerin Riess-Passer

Wien, 12. April 2001 (ÖAAB-PD) Die Einbahn bei der Verwaltungsreform
muß endlich ein Ende haben, forderte heute, Donnerstag,
ÖAAB-Bundesobmann Dr. Werner Fasslabend. Der Warnung von
Staatssekretär Alfred Finz, man dürfe bei der Reform die Bediensteten
nicht übergehen, kann der ÖAAB nur zustimmen. Skeptisch zeigt sich
Fasslabend allerdings gegenüber der Vizekanzlerin. "Vizekanzlerin
Riess-Passer hat sich bisher nicht bemüht, Lösungen anzubieten, die
auch für die Betroffenen akzeptabel sind. Eine Verwaltungsreform mit
demotivierten Beamten steht von vornherein auf schwachen Beinen", so
der ÖAAB-Bundesobmann. Die Vizekanzlerin müsse einsehen, daß eine
Verwaltungsreform auch Investitionen erfordere. "Alles andere wäre
einseitig und führt sicher nicht zum gewünschten Erfolg." ****

Nach wie vor würden viele Beamte unter "nachkriegsähnlichen
Bedingungen" arbeiten. So hätten beispielsweise Lehrer außer einem
Sessel und fünfzig Zentimetern an einem Gemeinschaftsschreibtisch im
Konferenzzimmer oft keinen eigenen Arbeitsplatz. Derartige Mißstände
müßten im Zuge der Verwaltungsreform abgestellt werden, fordert
Fasslabend. Der ÖAAB habe die Vizekanzlerin bereits wiederholt
aufgefordert, ein umfassendes Konzept für eine Aufgabenreform
vorzulegen, das auch die Verbesserung der Arbeitsbedingungen von
Beamten berücksichtige. Bisher seien jedoch "keine Aktivitäten in
dieser Richtung aus dem Vizekanzlerbüro feststellbar".
(Schluß)

Rückfragehinweis: ÖAAB-Pressestelle

Tel.: (01) 40143/216

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