Fasslabend: Einbahn bei Verwaltungsreform muß ein Ende haben

Zustimmung für Staatssekretär Finz - Skepsis gegenüber Vizekanzlerin Riess-Passer

Wien, 12. April 2001 (ÖAAB-PD) Die Einbahn bei der Verwaltungsreform muß endlich ein Ende haben, forderte heute, Donnerstag, ÖAAB-Bundesobmann Dr. Werner Fasslabend. Der Warnung von Staatssekretär Alfred Finz, man dürfe bei der Reform die Bediensteten nicht übergehen, kann der ÖAAB nur zustimmen. Skeptisch zeigt sich Fasslabend allerdings gegenüber der Vizekanzlerin. "Vizekanzlerin Riess-Passer hat sich bisher nicht bemüht, Lösungen anzubieten, die auch für die Betroffenen akzeptabel sind. Eine Verwaltungsreform mit demotivierten Beamten steht von vornherein auf schwachen Beinen", so der ÖAAB-Bundesobmann. Die Vizekanzlerin müsse einsehen, daß eine Verwaltungsreform auch Investitionen erfordere. "Alles andere wäre einseitig und führt sicher nicht zum gewünschten Erfolg." ****

Nach wie vor würden viele Beamte unter "nachkriegsähnlichen Bedingungen" arbeiten. So hätten beispielsweise Lehrer außer einem Sessel und fünfzig Zentimetern an einem Gemeinschaftsschreibtisch im Konferenzzimmer oft keinen eigenen Arbeitsplatz. Derartige Mißstände müßten im Zuge der Verwaltungsreform abgestellt werden, fordert Fasslabend. Der ÖAAB habe die Vizekanzlerin bereits wiederholt aufgefordert, ein umfassendes Konzept für eine Aufgabenreform vorzulegen, das auch die Verbesserung der Arbeitsbedingungen von Beamten berücksichtige. Bisher seien jedoch "keine Aktivitäten in dieser Richtung aus dem Vizekanzlerbüro feststellbar".
(Schluß)

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

Tel.: (01) 40143/216

ÖAAB-Pressestelle

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | AAB/AAB