Öffentliche Stellungnahme des oberösterreichischer Landesveterinärdirektors wertlos und missachtet

Wien (OTS) - Der oberösterreichische Landesveterinärdirektor Karl Wampl hat am Sonntag in einem Pressestatement verlautbart, dass der sich in Bad Hall befindende Circus Safari gestoppt wurde und nicht mehr weiter fahren darf. Mitarbeiter der Projektgruppe Circus Safari stellten gestern bei einem Lokalaugenschein jedoch fest, dass der Zirkus seine Zelte abgebrochen hat.

Für alle in der Projektgruppe Circus Safari beteiligten Tierschutzvereine - Tierhilfswerk Austria, Internationaler Bund der Tierversuchsgegner, Verein gegen Tierfabriken, Linzer Tierschutzverein, Dachverband der OÖ Tierschutzvereine, Humanitas, For Animals, Aktiver Tierschutz Steiermark - ist dieser Vorfall ein weiterer Skandal im verantwortungslosen Umgang der oberösterreichischen Behörden mit den Maßnahmen zur Vorbeugung gegen die Maul- und Klauenseuche im Zusammenhang mit der Haltung von Tieren in Zirkusunternehmen. Trotz mehrmaliger Aufforderung durch die Tierschutzvereine während der letzten Wochen, das Touren des Zirkus zu untersagen, blieben die Behörden untätig und wiesen jede Verantwortung von sich. Landesveterinärdeirktor Karl Wampl hat nunmehr die skandalöse Untätigkeit der Behörde auf die Spitze getrieben. In einem Pressestatement in der Sonntagsrundschau vom 8.4.2001 erklärte er: "Der Zirkus wurde in Bad Hall gestoppt, dort bleibt er jetzt auch". Tatsächlich hat der Circus Safari seine Zelte bereits am Dienstag, den 10.11. in Bad Hall abgebrochen und gestern in Sierning bei Steyr erneut aufgebaut, wie eine Überprüfung durch Mitarbeiter der Projektgruppe Circus Safari ergab. Die Landesveterinärdirektion scheint nicht in der Lage zu sein, behördliche Anordnungen zu exekutieren bzw. besteht der Verdacht, dass es sich bei der Aussage des Landesveterinärdirektors um eine Mitteilung handelt, die nicht ernst gemeint ist und der Beruhigung der Öffentlichkeit angesichts der sich rasch nähernden Maul- und Klauenseuche dienen soll. Das Tierhilfswerk Austria überlegt nun, rechtliche Schritte gegen Landesveterinärdirektor Karl Wampl.

Auch gegen den Circus Safari werden rechtliche Schritte unternommen. Nach wie vor werden dort Tiere unter Bedingungen gehalten, die nicht den Grundsätzen des Tierschutz entsprechen.

Mag. Erich Schacherl, Mitarbeiter des Tierhilfswerk Austria: "Die oberösterreichische Landesveterinärdirektion scheint weder die drohende Maul- und Klauenseuche noch den verantwortungslosen Umgang eines Zirkusbetreiber mit seinen Tieren ernst zu nehmen. Das Beispiel des Circus Safari zeigt deutlich, wie einfach es für einen Zirkusbetreiber immer noch ist, in Oberösterreich gegen alle Gesetze und Vorschriften zu verstoßen, weil sich die zuständigen Behörden darum nicht kümmern wollen. Das ist ein Skandal! Wozu sind denn Gesetze und Vorschriften dann überhaupt da? Im Namen der Projektgruppe Circus Safari fordere ich die oberösterreichischen Behörden erneut auf, den Zirkus sofort zu stoppen und die Tierhaltung zu verbessern....und, was ganz wesentlich ist, dafür zu sorgen, dass die behördlichen Anordnungen auch befolgt werden"

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