RICHTIGES REISEN WILL GELERNT SEIN

KfV gibt Tips, um sicher durch das Osterwochenende und die zu erwartenden Staus zu kommen

Wien (KfV-Presse) - "Im Jahr 2000 starben am Osterwochenende von Karfreitag bis Ostermontag 17 Menschen bei 494 Unfällen, 691 Menschen wurden verletzt," so Dr. Othmar Thann, Direktor des Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV). "Damit dieses Osterwochenende nicht blutig wird, sollten sich alle Auto- und Motorradfahrer an bestimmte ‚Spielregeln‘ halten, damit man heil in den Urlaub und wieder nach Hause kommt: Abstand halten, eine angepaßte Fahrgeschwindigkeit wählen und partnerschaftliches Verhalten gegenüber ungeschützten Verkehrsteilnehmern zeigen", so Thann weiter.

Richtiges Reisen

Wichtig ist, daß alle zwei bis drei Stunden Pausen eingelegt werden - auf jeden Fall bei ersten Ermüdungserscheinungen wie:
Verspannung in der Nackenmuskulatur, Müdigkeit in den Armen, Schwere des Kopfes und Konzentrationsstörungen. Werden diese Warnsignale nicht ernst genommen, kann es zum gefährlichen Sekundenschlaf kommen. Auch wenn die Fahrgeschwindigkeit verringert und der Abstand erhöht wird, ist dies keine Lösung bei Übermüdung - man muß unbedingt eine ausgiebige Rast einlegen.

Am Gefährlichsten für Autoreisende sind Nachtstunden zwischen 23.00 und 5.00 Uhr früh - hier treten zumeist bedingt durch Monotonie der Fahrt in der Dunkelheit häufig Leistungs- und Konzentrationsstörungen auf. Auch am frühen Nachmittag kann es zu Ermüdungserscheinungen kommen. Die Verdauungsphase nach dem Mittagessen sowie das Fehlen visueller Anreize auf geradlinigen Straßen fördern den Zustand herabgesetzter physischer und psychischer Aktivität.

Spiele und Pausen erleichtern die Autofahrt

Den Kindern zuliebe sollte bereits die Anreise gut geplant werden. Dies bedeutet grundsätzlich, neuralgische Abfahrtszeiten wie den ersten Ferien- oder Feiertag zu meiden, regelmäßige Pausen zu machen und im Fall eines Staus den aufkommenden Streß unter Kontrolle zu halten. Reiseproviant, Getränke und der Lieblingsteddybär leisten gute Dienste, wenn es darum geht, den Kindern die Reise zu erleichtern.

Goldene Abstandsregel

Im Gesetzbuch gibt es keine näher definierte Abstandsregel - hier ist nur von "ausreichendem Abstand" die Rede. Auch wenn besonders rücksichtslosen Autobahndränglern im Ernstfall sogar ein Gerichtsverfahren vor einem Strafgericht und bis zu einem Jahr Freiheitsstrafe drohen, ist die Strafregelung in der Praxis unzureichend. "Dieses lebensbedrohliche Verhalten wird derzeit mit einer Mindeststrafe von unglaublichen 500 Schilling bestraft", kritisiert Dr. Thann. "Dieser Strafsatz muß erhöht werden."

Faustregel: 2 Sekunden Abstand zum Vordermann

So zählen Sie richtig: Visieren Sie einen markanten Punkt am Fahrbahnrand an. Sobald das vorausfahrende Auto diesen Punkt passiert, beginnt man in Sekundenabständen zu zählen. Bei idealen Rahmenbedingungen sollte man diesen Punkt nicht erreichen, bevor man zwei Sekunden durchgezählt hat. In spezifischen Situationen muß von dieser Regel allerdings abgewichen werden.

Ihr Leben kann an einem Sicherheitsgurt hängen

Die Anschnallquote auf den Rücksitzen ist besonders bedenklich:
Liegt die Anschnallquote auf den Vordersitzen insgesamt bei rund 75 Prozent, so gehen im Pkw-Fond nur 45 Prozent der erwachsenen Mitfahrer auf Nummer sicher. Im Falle eines (Un)Falles ist der Pkw-Fond keineswegs sicherer als die Vordersitze - im Gegenteil: "Bei einem Aufprall gefährdet der nicht angeschnallte Passagier auf dem Rücksitz zusätzlich den Vordermann, gegen den er beim Aufprall geschleudert wird", erklärt Thann. Die Verwendung von Kindersicherungseinrichtungen ist zwischen 1999 und 2000 von 70 auf 74 Prozent gestiegen. Aber noch immer sitzt jedes vierte Kind vollkommen ungesichert im Pkw, und das obwohl die Verwendung von Kindersitzen seit 1994 für Kinder, die kleiner als 150 cm und jünger als 12 Jahre sind, gesetzlich vorgeschrieben ist. (Schluß)

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