Geburtenzahlen im Februar stark gefallen

Kinderbetreuungsgeld soll nicht durch falsche Detailregelungen angreifbar werden

St. Pölten (OTS) - Im Vergleich zum Vorjahr sind die
Geburtenzahlen im jetzt aktuell vorliegenden Monat Februar um 7,6% gefallen. Wird berücksichtigt, dass wegen des Schaltjahres der Februar 2000 um einen Tag länger war beträgt der Rückgang immer noch 4,3%. Damit hat sich der zuletzt positive Trend einer Eindämmung des Geburtenrückganges laut LAbg. Mag. Otto Gumpinger vom Österr. Familienbund nicht fortgesetzt. Diese Eindämmung ist dringend erforderlich um der drohenden Vergreisung unserer Gesellschaft entgegenzuwirken. Selbst die schwedische EU Präsidentschaft hat dieses Thema bereits zu einem europaweiten Schwerpunkt erklärt.

Wichtige Voraussetzungen für mehr Geburten sind laut Gumpinger bessere Rahmenbedingungen für Familien im finanziellen Bereich und hinsichtlich der Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Dies hat auch eine Studie über Fertiltätshemmnisse eindeutig ergeben.

Gerade das geplante Kinderbetreuungsgeld wäre dafür ein Meilenstein in die richtige Richtung und wird deshalb vom Familienbund rückhaltlos begrüßt.

Allerdings sind dabei noch einige Detail- und Übergangsfragen zu klären, die insgesamt kaum oder nur in der Anfangsphase zusätzliche Kosten verursachen würden. Bleiben sie ungelöst besteht die Gefahr, dass die gute Sache Kinderbetreuungsgeld zerredet wird und der falsche Eindruck entsteht, dass die Familien insgesamt davon negativ betroffen wären.

Wichtig ist vor allem die Ausdehnung des Kündigungsschutzes auf die vollen 36 Monate. Familien mit Kindern, die ab dem 1.7.2000 geboren wurden, die bisher kein Karenzgeld erhalten haben, sollten ab 1.1.2002 gleich wie alle anderen bis zum 3. Lebensjahr ihres Kindes das Kinderbetreuungsgeld erhalten. Es wird als doppelt ungerecht empfunden, wenn jene die heute schon Karenzgeld beziehen auf 3 Jahre verlängert und jene die heute nichts oder nur die Hälfte erhalten auch nicht verlängert werden sollen.

Wichtig wäre auch dass die Teilzeitkarenz wie geplant auslaufen kann und nicht plötzlich gestoppt wird, so Gumpinger abschließend.

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