Mietervereinigung fordert Vorkaufsrecht für Mieter von Bundeswohnungen

Bei Verkauf an private Investoren steigen die Mieten

Wien (SK) Der Schwellenwert von 30 Prozent verunmögliche, dass Mieter von Bundeswohnungen ihre Wohnungen im Eigentum erwerben können, unterstrich die Mietervereinigung Österreich. So zeigen Beispiele aus Graz und Umfragen unter Buwog- und WAG-Mietern, dass sich niemals 30 Prozent aller Mieter einer Wohnhausanlage zum Kauf ihrer Wohnungen entschließen. Umfragen unter Buwog und WAG-Mietern zeigen, dass maximal 15 Prozent am Kauf ihrer Wohnung interessiert seien. "Wenn es FPÖ-Generalsekretärin Zierler und die Bundesregierung ernst mit der Eigentumsbildung der Mieter meinen, dann sollen sie ein Vorkaufsrecht für die Mieter von Bundeswohnungen einräumen", so die Mietervereinigung. ****

Die Ängste der Mieter seien durchaus gerechtfertigt, weil zu befürchten sei, dass die Mieten bei einem Kauf der Wohnanlagen durch private Immobilieninvestoren unweigerlich steigen würden. So könne man die Erhaltungs- und Verbesserungsbeiträge auf das maximal mögliche Maß erhöhen, und die Investoren könnten durch eine Umschichtung von Eigenkapitalfinanzierung auf Fremdkapitalfinanzierung die Mieten um fünf bis zehn Schilling pro Quadratmeter erhöhen.

Es sei eine Zumutung für die Mieter, dass sie nicht wissen, wer morgen ihr Vermieter sei. Zudem liegen der Mietervereinigung über 4.000 Unterschriftskarten vor, mit denen die Mieter von Bundeswohnungen gegen den Verkauf ihrer Wohnungen protestieren. Finanzminister Grasser und die Bundesregierung sollen die Karten auf den Tisch legen, forderte die Mietervereinigung. (Schluss) ns

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

Tel.: (01) 53427-275
http://www.spoe.at

Pressedienst der SPÖ

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | SPK/SPK