ORF-Landesstudio Niederösterreich

LAND UND LEUTE 07/2001

Wien (OTS) - Sendedatum: Samstag, 14. April 2001 16.25 Uhr

Wiederholungen: Sonntag, 15. April 2001 03.05 Uhr
Donnerstag, 19. April 2001 12.30 Uhr
Freitag, 20. April 2001 03.00 Uhr

Im Gespräch - mit Markus Schörpf, Biobauer und Obmann des Landesverbandes "Ernte für das Leben" für Niederösterreich und Wien

Thema: Umstieg auf Bio-Landwirtschaft

Das Thema "Bio-Landwirtschaft" ist aktueller denn je. Einerseits kaufen die Konsumenten bewusster ein und verlangen ganz gezielt Bio-Produkte; andererseits denken gerade jetzt wieder viele Landwirte über einen möglichen Umstieg von der konventionellen Landwirtschaft auf Bio-Produktion nach. Aber wie funktioniert der Umstieg auf Bio-Betrieb? Mit welchen Vorteilen aber auch Problemen hat der Landwirt zu rechnen? Wie hoch sind die Marktchancen für Bio-Produkte? Und was bringt das alles den Konsumenten? Darüber spricht "Land und Leute" Moderatorin Birgit Perl mit Markus Schörpf, Obmann des Ernteverbandes für Niederösterreich und Wien und selbst Biobauer im Waldviertel.

Aus dem Tagebuch eines Tierarztes

Ein Bericht von Herbert Schaden aus der Steiermark

Der gebürtige Wiener Nikolaus Böhm hat sich nach seiner Ausbildung entschlossen, als Tiermediziner eine Landpraxis aufzumachen. Er siedelte in die kleinlandwirtschaftlich geprägte Südoststeiermark und betreut alle Arten bäuerlicher Nutztiere. Rinder, Pferde, Schweine und Hühner sind seine "Patienten", er kontrolliert fleischverarbeitende Betriebe, macht Beschau-Dienste in Schlachthöfen. Sein Einkommen ist im wesentlichen tarifgeregelt. Als "Freiberufler" ist er großteils auf die Zusammenarbeit mit Landwirten angewiesen, die ihn als Vertrauenspartner zu schätzen wissen. "Land und Leute" hat Nikolaus Böhm einen Arbeits-Tag lang mit der Kamera begleitet.

Getreideproduktion im Einklang mit der Natur

Ein Bericht von Maximilian Vrecer aus Niederösterreich

Rund 350 Bauern quer durch Österreich produzieren mittlerweile Getreide nach den Vorgaben der Organisation "Pro Landschaft". Und die ausschließlich ungespritzten Produkte finden ihre Abnehmer: neben zahlreichen Bäckereien ist auch ein Tiefkühlkosterzeuger und eine Brauerei darunter. Auch wenn "Pro Landschaft" keine Bio-Organisation ist, Ökologie spielt dennoch eine große Rolle. So lässt man zum Beispiel 10 Prozent der Anbaufläche als "Ökowertstreifen" brach liegen, damit sich Tiere und Pflanzen ansiedeln können, die auf bewirtschafteten Feldern keinen Platz finden würden. Bodenproben, die drei Mal im Jahr durchgeführt werden, sollen den Einsatz von Düngemitteln regulieren. Die Mühe der Arbeit schlägt sich für die Bauern mit einem Mehrerlös zu Buche.

Mit Kooperation zum Erfolg

Ein Bericht von Anja Degen aus Kärnten

Es ist eine recht ungewöhnliche Form der Zusammenarbeit, die zwischen drei Kärntner Bauernhöfen betrieben wird. Trotz einer Entfernung von mehr als 20 km werden Schafe in periodischen Abständen von einem Hof auf den anderen geführt, wird Schafmilch hin-, Kuhmilch hergebracht. Ein ausgeklügeltes System, das aber den drei Betrieben seit sechs Jahren das wirtschaftliche Überleben sichert.

Die Sendung wird präsentiert von Birgit Perl

Aufgezeichnet wird die Moderation am Bio-Bauernhof der Familie Schörpf im Waldviertel.

Informationen und Rückfragen:

ORF-Landesstudio Niederösterreich
Redaktion "Land und Leute"
Christian Hillinger
Tel.: 02742/2210-23236
Fax: 02742/2210-23863
e-mail: christian.hillinger@orf.at
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