Glawischnig befürchtet geringe Seriosität von Temelin-UVP-Dokumentation

Ausstieg aus Melker Abkommen dann Gebot der Stunde

Wien (OTS) - Heute wird von den Temelin-Betreibern eine UVP-Dokumentation vorgelegt werden. Damit beginnt auch die vierwöchige Einwendungsfrist für die Öffentlichkeit, erinnert die Umweltsprecherin der Grünen, Eva Glawischnig. Zu befürchten ist, daß bei der vorgelegten Dokumentation weder die Nullvariante, der Ausstieg, noch die Variante 'schwere Unfälle', die Österreich in Mitleidenschaft ziehen, einbezogen wurden. Wenn das zutrifft, dann ist es mit der Seriosität der Studie nicht weit her und dann muß Österreich aus dem Melker Abkommen aussteigen. Denn die Temelin-UVP wäre dann nichts anderes als ein Schwindel-Verfahren, um das Pannen-AKW zu legitimieren.

Der Zeitrahmen für das weitere UVP-Verfahren sei zudem inakzeptabel kurz. "Das UVP-Verfahren soll offensichlich ohne Rücksicht auf Inhalt und Qualität im Eiltempo durchgezogen werden und bis Mitte Juni abgeschlossen sein, das ist völlig unseriös", so Glawischnig.

Wenn sich die Befürchtungen bewahrheiten, fordert Glawischnig einen Neustart des Verfahrens nach internationalen Standards, einen parallelen Betriebsstopp bis Jahresende und den Beginn von offensiven Ausstiegsverhandlungen mit Tschechien. "Daß die Temelin-Betrieber jetzt so aufs Tempo drücken, ist absolut unverständlich. Das AKW muß im Juni erneut einen Monat abgeschaltet werden, und die gravierenden technischen Probleme werden ohnehin eine Zeitverzögerung um einige Monate nach sich ziehen."

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