Gewerbeverein: Steuerrecht verhindert Bildung von Eigenkapital!

Wien (OTS) Die Ungleichheit zwischen Eigen- und Fremdkapital in unseren Unternehmen ist ein wenig beachtetes Thema des jüngsten IWF-Berichts über Österreich.

Der Zentralverband Österreichischer Aktiengesellschaften und Gesellschaften mbH (ZÖAG) und der Österreichische Gewerbeverein (ÖGV) nehmen den IWF-Bericht zum Anlass, an diese weiterhin ungelöste Frage zu erinnern.

Der Ertrag von Eigenkapital ist mit 34 Prozent Körperschaftssteuer plus 25 Prozent Kapitalertragssteuer belastet. Zusammen ergibt das -vom fallenden Betrag - 50 Prozent Steuerlast. Zum Unterschied davon fällt für Fremdkapital, das einem Unternehmen zur Verfügung gestellt wird, nur die Kapitalertragssteuer an. Das bedeutet halbe Steuerlast gegenüber ausgeschütteten Dividenden und Gewinnanteilen.

Während geförderte Kredite nach wie vor zum Instrumentarium der österreichischen Banken gehören, ist die Förderung für Eigenkapital praktisch eingeschlafen. Mit der Einschränkung der Sonderausgaben ist die steuerbegünstigte junge Aktie in der Anschaffung nicht mehr steuerbegünstigt. Für die Steuerreform, die in der zweiten Hälfte der Legislaturperiode die Chancen der Regierungsparteien bei der Wahl verbessern soll, fordert der ZÖAG als einzige Vertretung der österreichischen Kapitalgesellschaften eine Verbesserung.

Wenn auch eine steuerliche Gleichstellung von Eigen- und Fremdkapital nicht erreichbar sein wird, so sollten wenigstens Schritte in die richtige Richtung gesetzt werden.

Der ZÖAG erinnert daran, dass jeder Schilling Eigenkapital über die Umwegrentabilität der Schaffung von Arbeitsplätzen ein Steueraufkommen generiert, das weit über die Steuerleistung der Kapitalgeber hinausgeht. Eine steuerliche Begünstigung des Eigenkapitals würde durch diesen Multiplikator-Effekt budgetmäßig überkompensiert.

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