Greenpeace fordert Ende der Schein-UVP zu Temelin

Bisher weltweit keine UVP erfolgreich bei Verhinderung von AKW

Wien (OTS) - Greenpeace fordert die Aufkündigung der Melker Vereinbarung über die UVP im AKW Temelin. "Die Melker Vereinbarung und speziell die dort verabredete UVP war von Anfang an nicht geeignet die Inbetriebnahme des AKW Temelin zu verhindern", sagte Greenpeace-Energiesprecher Erwin Mayer. Greenpeace sieht in diesem vermeintlichen Kompromiss zwischen Tschechien und der österreichischen Regierung ein Scheinverfahren, das es der tschechischen Energiegesellschaft CEZ ermöglichen soll, Temelin trotz aller Gefahren in kommerziellen Betrieb zu setzen.

"Wir sehen die künstliche Aufrechterhaltung eines bereits gescheiterten Prozesses als einen Verrat an der österreichischen Anti-Atompolitik", kritisierte Mayer die Bundesregierung. Die Umweltorganisation ruft Minister Molterer auf, mit dieser Schein-UVP der tschechischen Regierung keinen Persilschein für das AKW Temelin auszustellen. "Hier muss es um die Sicherheit der Menschen in Europa und nicht um faule diplomatische Kompromisse zur Beruhigung der Bevölkerung gehen", so Mayer.

Alle derzeit existierenden Verfahren von Umweltverträglichkeitsprüfungen haben weltweit noch keine Inbetriebnahme von AKW verhindern können. Sie enthalten regelmäßig nicht die Nullvariante, die Auswirkungen eines Super-Gaus und die Entsorgung von radioaktivem Müll. Deswegen wird Greenpeace weiterhin seine sicherheitstechnischen Einwände außerhalb des UVP-Verfahrens einbringen und versuchen den Exportmarkt für Strom aus tschechischen AKW anzuprangern und einzuschränken.

"Es stand bereits vor der UVP-Vereinbarung und vor den 16 Störfällen fest, dass Temelin ein unrentabler Schrottreaktor ist. Es macht daher keinen Sinn ein Verfahren zu unterstützen, das maximal zur Nachrüstung dieses Schrottreaktors, aber niemals zur notwendigen Schließung des AKW führen", schloss Mayer und kündigte weitere Aktivitäten von Greenpeace gegen Temelin an.

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