LR Knotzer: Ausverkauf von Genossenschaftswohnungen - die meisten Mieter können und wollen keine Eigentümer werden

Wohnhäuser werden zu Spekulationsobjekten für Makler und Konzerne

St. Pölten, (SPI) - Mit scharfen Worten kritisiert Niederösterreichs Gemeinde- und Wohnbaureferent Landesrat Fritz Knotzer den nun beginnenden Verkauf von Wohnhäusern, welche sich bisher im gemeinnützigen Status im Besitz von Bundeswohnbaugenossenschaften befunden haben. "Die Änderung des Wohnbaugemeinnützigkeitsgesetzes durch die FP/VP-Bundesregierung, nämlich die Aufhebung der Gemeinnützigkeit und der geplante Verkauf der Wohnungen an Private, hat genau jene Folgen, welche die Sozialdemokraten immer befürchtet haben. Tausende Mieter sind verunsichert, Tausende Mieter können und wollen ihre Wohnungen nicht kaufen. Daher plant die Bunderegierung, ganze Wohnblocks an in- und ausländische Investoren zu verkaufen. Damit werden die Wohnungen Tausender Mieter zu bloßen Spekulationsobjekten am Immobilienmarkt", kritisiert NÖ Wohnbaulandesrat Fritz Knotzer die Politik der Bundesregierung.****

Welcher Wohnungsmieter hat schon von heute auf morgen bis zu einer Million Schilling zur Verfügung, um dieser Regierung seine Genossenschaftswohnung abkaufen zu können? Aufgrund des drohenden Verkaufs an private Investoren drohen den Mietern massive Verschlechterungen im Zusammenhang mit den Kosten sowie ihrer rechtlichen Situation. Höhere Mieten, weniger Investitionen in den Erhalt und die Modernisierung, Ausreizen der Obergrenzen nicht nur bei den Mieten, sondern auch bei den Erhaltungskosten und eine Entwicklung weg von unbefristeten zu befristeten Mietverträgen mit parallel ständig steigenden Mieten sind die absehbaren Entwicklungen. "Letztlich droht eine komplette Abschaffung der Gemeinnützigkeit, Wohnungen werden nur mehr am freien Markt mit horrenden Maklerprovisionen und höheren Preisen zu bekommen sein. Damit droht auch das Ende des gemeinnützigen Wohnbaus, der Hunderttausenden Menschen und Familien in den vergangenen Jahrzehnten günstigen und leistbaren Wohnraum zur Verfügung gestellt hat", so der SPNÖ-Landespolitiker abschließend.
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