Ferrero-Waldner verurteilt gewaltsame Ausschreitungen in Mostar

Appell an bosnische Kroaten den Weg des Rechts und der Ausrichtung nach Europa zu beschreiten

Wien (OTS) - Außenministerin Benita Ferrero-Waldner verurteilte heute gewalttätige Ausschreitungen in der Stadt Mostar und anderen Orten im Süden Bosnien und Herzegowinas. Bei Demonstrationen im Gefolge der Einsetzung einer unabhängigen provisorischen Geschäftsführung für die Herzegovacka Bank in Mostar war es zu orchestrierten Angriffen gegen Soldaten der Bosnien-Friedenstruppe SFOR und gegen einen EU Beobachter gekommen.

"Die Herzegovacka Bank gelte in den Augen der Internationalen Gemeinschaft als ein wirtschaftliches Standbein bosnisch-kroatischer Extremisten, die die Stabilität und die Reformen in Bosnien und Herzegowina gefährden wollten", sagte die österreichische Aussenministerin.

Ferrero Waldner verlieh ihrer Unterstützung für den Hohen Repräsentanten für Bosnien und Herzegowina, dem Österreicher Wolfgang Petritsch, Ausdruck, der die provisorische Geschäftsführung der Bank verordnet hatte.

Die Aussenministerin appellierte an die Kroaten in Bosnien und Herzegowina, sich nicht von Politikern mit undurchsichtigen Motiven manipulierten zu lassen. "Gewalttätige Angriffe gegen Vertreter internationaler Friedenstruppen seien kein legitimes Mittel einer politischen Willensäusserung. Österreich habe stets Verständnis für die Anliegen der bosnischen Kroaten bewiesen", erinnerte Ferrero-Waldner. Diese müssten jedoch in den demokratischen Institutionen des Landes vertreten werden.

Die österreichische Aussenministerin schloss mit der an alle Volksgruppen in Bosnien und Herzegowina gerichteten Aufforderung, gemeinsam mit der Internationalen Gemeinschaft den Weg der Versöhnung, der Reform und der Stabilität zu suchen, wie er 1995 durch den Vertrag von Dayton durch alle Seiten vorgegeben wurde.

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