ÖGB-Frauen: Konzept mit Zukunft

Lange Berufsunterbrechungen vermeiden

Wien (ÖGB). "Die Angleichung des Kündigungsschutzes an die Bezugsdauer des Kinderbetreuungsgeldes ist eine Selbstverständlichkeit - an den zahlreichen Fallen des Regierungsmodells ändert sich trotzdem nichts", reagierte Renate Csörgits, ÖGB-Frauenvorsitzende und ÖGB-Vizepräsidentin auf die heutige Ankündigung von Sozialminister Herbert Haupt, den Kündigungsschutz für BezieherInnen von Kinderbetreuungsgeld auf 30 Monate auszuweiten.++++

Das Konzept der Regierung habe immer noch "viele Haken" für erwerbstätige Eltern, warnte Csörgits. "Besserverdienende werden durch die Zuverdienstgrenze zum Daheimbleiben gezwungen. Es ist zu befürchten, dass das erfolgreiche Modell der Teilzeitkarenz dadurch gefährdet ist. Eine Durchsetzung des Rechtsanspruchs auf Teilzeitkarenz wäre eine sinnvolle zukunftsweisende Maßnahme zur besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie", sagte Csörgits.

Die einzige Alternative für ArbeitnehmerInnen sei daher das einkommensabhängige Karenzgeld PLUS der ÖGB-Frauen. Dieses sei zwischen 8.437 und 15.087 Schilling gestaffelt und damit existenzsichernd. Auch Männern werde daher die Entscheidung für einen Karenzurlaub leichter gemacht. "Erwerbstätigkeit muss sich für Frauen lohnen. Die derzeitige Regierungspolitik fördert den Ausstieg von Frauen aus dem Arbeitsmarkt. Damit steht sie in einem Widerspruch zu den Vorgaben einer fortschrittlichen EU-Frauenerwerbspolitik", so Csörgits abschließend. (hk)

ÖGB, 6. April 2001
Nr. 283

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