Ladensöffnungszeiten: Silhavy kritisiert Regierungsentwurf

SPÖ-Sozialsprecherin wirft Regierungsparteien Frauenfeindlichkeit vor

Wien (SK) Heftige Kritik zur geplanten Novelle der gesetzlichen Ladenöffnungszeiten kommt von SPÖ-Sozialsprecherin Heidrun Silhavy. "Die geplante Ausdehnung der Ladenöffnungszeiten auf 72 Stunden pro Kalenderwoche, dies rund um die Uhr, trifft wieder einmal jene ArbeitnehmerInnen, die ohnedies schon wenig Rechte haben. Gerade im Handel sind überwiegend Frauen beschäftigt. Viele bekommen ohnedies nur Teilzeitjobs und auch die geringfügige Beschäftigung ist in dieser Branche sehr hoch." Durch den Bundesgesetzentwurf drohen diesen ArbeitnehmerInnen "weitere, massive Verschlechterungen", so Silhavy am Freitag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. ****

"Da zeigt sich wieder der kaltschnäuzige Umgang dieser Regierung mit Arbeitnehmern und Frauen", merkte Silhavy an. "Würde Bartenstein mit den Handelsangestellten reden, würde er auch merken, wie familienfeindlich schon die derzeitige Regelung ist", betonte die Abgeordnete. Nach dem Entwurf des Wirtschaftsministers würde auch der zweite freie Samstag fallen. Silhavy hält daher die Ansicht, dass neue Arbeitsplätze geschaffen würden, für falsch.

Die Abgeordnete wirft der Regierung insgesamt vor, Frauen zu benachteiligen. Einerseits würde das Kindergeld "Frauen zurück an den Herd drängen"; auf der anderen Seite würde die Ausweitung der Öffnungszeiten im Handel auch für andere Bereiche gelten, wie etwa Frisöre. Silhavy: "Es ist wohl kein Zufall, dass es sich auch hier um Branchen handelt, in denen überwiegend Frauen arbeiten. In der Nacht hackeln und am Tag die Familie versorgen - das neue Frauenbild dieser Regierung. Das ist Ausbeutung pur."

Als "lächerlich" bezeichnete Silhavy schließlich die Ankündigung von FP-Klubobmann Westenthaler, er werde die Handelsangestellten in Schutz nehmen. Sie erinnerte daran, dass die FPÖ das gleiche auch von den Unfallrentnern behauptet habe, "mit dem bekannten Ergebnis:
17-mal haben die Freiheitlichen Abgeordneten gegen die Aufhebung der Steuer auf Unfallrenten gestimmt". (Schluss) wf

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