Medienenquete in St. Pölten: Zufriedenheit mit ORF-Kinderprogramm "Confetti TiVi"

Wien (OTS) - Gestern, am Donnerstag, dem 5. April 2001, fand von 14.00 bis 18.00 Uhr die Medienenquete des "Club M", eines ökumenischen Vereins zur Förderung verantwortlichen Medienbewusstseins, zum Thema "Kinderprogramm" in St. Pölten statt. Grundlage der Enquete war die Umfrage "Fernsehangebote für Kinder", die das Publizistikinstitut der Universität Wien im Zeitraum November 2000 bis Jänner 2001 unter 765 erwachsenen Personen durchgeführt hat. Die abgefragten Themenkreise: "Wichtigkeit altersgemäßer Fernsehangebote", "Weiterempfehlung für Kinderfernsehsendungen", "Inhalte eines guten Kinderprogramms" und "Fernsehanstalten im Vergleich". Die Umfrageergebnisse zeigten grundsätzliche Zufriedenheit mit dem ORF-Kinderprogramm: Als von den Erwachsenen besonders kindgerecht wurden Zeichentrickklassiker wie "Wickie" oder "Biene Maja" angeführt. An erster Stelle wurde auch ein Erwachsenenprogramm - "Universum" - als besonders kindgerecht empfohlen.

Der Vorsitzende des "Club M", Prof. Hans Ströbitzer, der vom "Fernsehen als einflussreichem Miterzieher" sprach, und Landeshauptmann-Stellvertreterin Lise Prokop begrüßten das Auditorium. Zu Wort kamen am "Runden Tisch" ORF-Kinderprogrammchef Mag. Andreas Vana, und bei der Podiumsdiskussion ORF-Hauptabteilungsleiter "Kinder, Jugend und Familie" Jörg Ruminak, deren Gesprächspartner u. a. ORF-Kurator Präsident Franz Küberl, der Vorsitzende der Hörer- und Sehervertretung, Prof. Hans Matzenauer, Dr. Michaela Stephan, Vertreterin des Katholischen Familienverbandes und HSV-Mitglied, und Thomas Jorda von den "Niederösterreichischen Nachrichten" waren. Ingeborg Schödl, Publizistin und ehemaliges HSV-Mitglied, moderierte die Diskussion und Dr. Ingrid Geretschläger, Leiterin der Allianz für Medienerziehung und der Beratungsstelle der NÖ Landesakademie, referierte über kindgerechtes Fernsehen: Sie zeigte sieben Filmbeispiele, von denen drei auch in "Confetti TiVi" gelaufen sind.

Mag. Andreas Vana analysierte die Umfrage und sprach über das ORF-Kinderprogramm als identitätsstiftender Programmfläche, deren Themen bewusst auf österreichische Inhalte gerichtet sind: "Weiters werden die Kinder und ihre Bedürfnisse nicht nur in einzelnen Sendungen wahrgenommen, in denen sie mitbestimmen und mitarbeiten, sondern auch durch den "Confetti Club", der ein umfassendes Freizeitangebot abseits des Fernsehens präsentiert." Prof. Matzenauer sprach von der Pflicht des Fernsehens, sich um die Förderung von Medienkompetenz zu kümmern. Jörg Ruminak erhielt für seine Antwort, dass man das aber nicht allein könne und Partner, d. h. Erziehungsberechtigte, Pädagogen, Politiker, brauche, breite Zustimmung im Auditorium.

Die Diskutanten zeigten sich zufrieden mit dem Engagement der ORF-Programmmacher. Das langjährige Mitglied der HSV, Prof. Matzenauer, wies auch auf die Wichtigkeit von Tabubrüchen hin:
"Gerade Sendungen, die heute als vorbildhaft gelten wie 'Die Sendung mit der Maus' stufte man vor 30 Jahren als Tabubruch ein. Doch gerade jene Tabubrüche treiben Entwicklungen voran und nur das öffentlich-rechtliche Fernsehen kann solche Entwicklungen ermöglichen", meinte Matzenauer, "und von eingefahrenen Wegen abweichen." Vana wies auch darauf hin, dass Kinder "nach der Schule nicht schon wieder Schule - wenn auch im Fernsehen - haben wollen. Sie wollen vor allem unterhalten werden - wie eben Erwachsene auch." Im Zuge der Gewaltdiskussion lobte Dr. Michaela Stephan auch die Gewaltrichtlinien des ORF, die besonders strikt sind und denen sich der ORF freiwillig unterwirft.

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