Petrovic: Erweiterter Kündigungsschutz ändert schlechtes Modell kaum

Kindergeld zementiert klassische Rollenbilder

Wien (OTS) "Die heutigen Ankündigungen von Sozialminister Haupt, wonach der Kündigungsschutz beim Kindergeld auf 30 Monate ausgeweitet werden soll, ist zweifellos eine kleine Verbesserung gegenüber den ursprünglichen Vorstellungen. Doch das blau-schwarze Kindergeld zementiert traditionelle Rollenvorstellungen, da es für Männer aus Einkommensgründen kaum wählbar ist. Es bietet auch keine Lösung für das Problem, daß die Einkommensunterschiede zwischen Frauen und Männern vor allem aus der Dauer der Berufsunterbrechung resultieren", kommentiert die stv. Klubobfrau der Grünen, Madeleine Petrovic. Die Definition als Familienleistung ohne arbeitsmarktpoltischen Bezug wird dazu führen, daß aufgrund der längeren Unterbrechungen selbst mit aufrechtem Dienstverhältnis der Anschluß im Beruf schwierig sein wird, befürchtet Petrovic.

Angesichts des zuletzt von der Regierung produzierten Chaos sei aber auch die heute verkündete Einigung nur mit Vorsicht zu genießen, zumal der Wirtschaftsminister bisher beredt schweigt, so Petrovic.

Die Tatsache aber, daß koalitionsintern nun doch noch eine Diskussion in Gang gekommen ist, sollte dazu dienen, endlich Nägel mit Köpfen zu machen und die feministische Kritik am Modell einzubeziehen. "Der Kreis der BezieherInnen muß erweitert werden, aber die Diskriminierung der Frauen im Erwerbsleben muß gleichzeitig zurückgedrängt werden. Das Grüne Grundsischerungsmodell geht in diese Richtung", so Petrovic, die schwer daran zweifelt, daß die Koalition nach all den Flops der vergangenen Wochen imstande ist, eine haltbare Lösung zu finden.

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