Weiter scharfe GPA-Kritik am Bartenstein-Entwurf zur Ladenöffnung

FPÖ ist Beweis erst schuldig, Anwältin der Handelsangestellten zu sein

Wien (GPA/ÖGB). Aus der GPA kommt weiterhin heftige Kritik am Entwurf des Öffnungszeitengesetzes von Wirtschaftsminister Martin Bartenstein. Neben der Freigabe der Öffnungszeiten stößt die geplante Streichung der Regelung, wonach Beschäftigte die Samstag nachmittags arbeiten müssen, den darauf folgenden Samstag frei bekommen, auf Widerstand.++++

"Das ist ein eklatanter Vertrauensbruch gegenüber den Handelsangestellten. Die Samstagsregelung war immer als Kompensation für die Verlängerung der Beschäftigung am Samstagnachmittag vereinbart. Nach vier Jahren will jetzt ein Herr, der den Titel Arbeitsminister trägt, den Pakt brechen und den Beschäftigten das freie Wochenende stehlen”, kritisiert Erich Reichelt, zuständiger Wirtschaftsbereichsleiter in der GPA. Zudem stelle der Vorschlag neuerlich einen Eingriff in die bestehenden Kollektivverträge dar.

Darüber hinaus bringe der Bartenstein-Entwurf Verschlechterungen für Berufsgruppen, die weit über den Bereich der Handelsangestellten hinaus gehen. Die FPÖ, die sich neuerdings selbst als Anwältin der Handelsangestellten präsentieren will, habe sich zur Samstagsregelung bislang überhaupt nicht geäußert. Die GPA werde mit Spannung darauf warten, wie sich die Freiheitliche Partei zu diesen eklatanten arbeits- und sozialrechtlichen Verschlechterungen für die Österreichischen Handelsangestellten positionieren wird. (aw)

ÖGB, 6. April 2001
Nr. 282

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