Wien geht vor: Integrative regionale Verkehrspolitik

Wien, (OTS) Beim Abschlussworkshop des Projektes TECNOMAN Wien wurde am Freitag die Rolle der Bundeshauptstadt im EU-Erweiterungsprozess als "interface" - sprich also als Mittlerachse zwischen Ost- und Westeuropa - herausgearbeitet: Vor allem in den INTERREG Programmen sind die österreichische Bundeshauptstadt und die Vienna Region besonders aktiv. TECNOMAN steht für "TEN and Corridor Nodes Position Management Network" und versteht sich als Netzwerkprojekt von Akteuren der Stadt- und Regionalplanung in derzeit 9 europäischen Ländern (wobei in 4 Ländern konkrete lokale Projekte umgesetzt werden) im Rahmen der Gemeinschaftsinitiative INTERREG IIc CASES der EU.****

Zusammen mit den österreichischen Teilnehmern Burgenland, Kärnten, Steiermark und Wien beschäftigten sich VertreterInnen der Präfektur Thessaloniki, der ungarischen "Central Region" und "South Great Plain Region" sowie der tschechischen Städte Brno, Ostrava und Plzeo mit der TECNOMAN-Philosophie, die da lautet: Verkehrspolitik ist heute mehr denn je Standortpolitik.

In Wien wurde erstmals eine einheitliche Grundlage für die grenzüberschreitende, vergleichende Bewertung potentieller Wirtschaftsstandorte im Agglomerationsraum Wien-Bratislava-Györ geschaffen. Als theoretische Grundlage wurde im lokalen Projekt Wien eine Studie erarbeitet, die die Entwicklungstrends von Standortfaktoren in städtischen Agglomerationen aufzeigt.

Vizebürgermeister Dr. Bernhard Görg betonte in seiner Stellungnahme die wichtige Rolle der zukünftigen EU-Ostererweiterungsländer, die auch gleichzeitig österreichische Nachbarländer sind: "Wesentlich bei zukünftigen Regionskooperationen sind nicht nur ein funktionierender Informations-, Erfahrungs- und Wissensaustausch. Die Region der Zukunft hängt auch von einer optimalen Infrastruktur und natürlich von einem gemeinsamen Ausbau der regionalen Verkehrsinfrastruktur ab." Es habe sich die TECNOMAN-Initiative zwar zeitlich ein wenig gezogen, Vizebürgermeister Görg sehe aber jetzt die Chance "gemeinsame Visionen" im Sinne eines friedlichen Europas umzusetzen und zu realisieren.

Die Arbeit auf transnationaler Ebene fand in Workshops und Studientouren statt, die als starke kommunikative Schnittstellen ein wesentliches Erfolgselement des Projektes waren.

Für die Vienna Region stellen die Ergebnisse und Strategien Grundlage für die Erschließung neuer Märkte dar - wesentliche Argumentationsgrundlagen für den bevorstehenden Erweiterungsprozess der Europäischen Union.

Aufgrund der erarbeiten Resultate und der absehbaren Trends in Europa schlägt TECNOMAN einen Strategiewechsel vor, der sowohl auf der regionalen Ebene als auch in der europäischen Raumordnungspolitik erfolgen sollte.

Dieser sollte einerseits von der traditionellen Verkehrspolitik und herkömmlichen Standortausweisung zu einer integrativen regionalen Verkehrspolitik führen, die eine zukunftsorientierte, an die neue Nachfrage angepasste Standortproduktion einschließt. (Schluss) lei

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