Herndl: Bio-Förderung für Vermarktung und nicht für Bürokratie

Weiterentwicklung des biologischen Landbaues parallel zur Nachfrageentwicklung

Wien, 6. April 2001 (AIZ). - lDie beste Förderung des Biolandbaus in Österreich erfolgt durch das gezielte Kaufverhalten der Konsumenten und nicht durch Unterschriftenlisten oder Polit-Aktionismus. Einfach ausgedrückt: Wer Bio will, muss auch Bio kaufen. Damit sich die Biobauern nicht bald wieder mit der Tatsache konfrontiert sehen, dass nur ein geringer Teil ihrer Produkte von den Konsumenten auch als Bioprodukte höherpreisig gekauft wird, muss dafür Sorge getragen werden, dass sich der biologische Landbau gemeinsam mit der Nachfrage entwickeln kann. Das neue Agrarbudget stellt dabei mit einer deutlichen Aufstockung der Gelder im Umweltprogramm ÖPUL und im Bereich Ländliche Entwicklung für Verarbeitungs- und Vermarktungsprojekte die richtigen Weichen. Mit diesem Plus von ATS 100 Mio. für die Biobauern werden sich Erzeugung und Verbrauch positiv weiterentwickeln könnenb, stellte der Obmann des Ausschusses für Biologischen Landbau der Präsidentenkonferenz der Landwirtschaftskammern, Hannes Herndl, in einer Aussendung fest. Er wies die Kritik von kommerziellen Umwelt- und Tierschutzorganisationen, die Bioverbände erhielten nun weniger Geld, als unhaltbar zurück: üDie Biobauern brauchen und bekommen mehr Geld für die Vermarktung und nicht für die Bürokratie!ä ****

;Die momentane Situation, in der die Konsumenten verunsichert sind, bietet für die Biobauern neue Marktchancen. Dabei kommt auch den Bioverbänden selbst eine hohe Verantwortung zu: Damit die Verbraucher beim Einkauf klar und rasch entscheiden können, ist eine gemeinsame Markenstrategie statt der derzeit unübersichtlichen Vielfalt an Pickerln unumgänglich. Mit der stärkeren Betonung des AMA-Biozeichens in der Werbung wird jetzt schon ein richtiger Weg im Sinne der Konsumentensicherheit eingeschlagenH, sagte Herndl weiter.

Biobauern werden parteipolitisch und als Spendenzugpferde missbraucht

yDie Entwicklung des letzten Jahres, in dem ein leichter Rückgang bei der Anzahl der Biobetriebe festgestellt werden musste, zeigt deutlich, dass eine Steigerung der Produktion Hand in Hand mit einer Ausweitung des Konsums gehen muss. Das kann man nicht von oben herab diktieren. Wer nun, wie die kommerziell ausgerichteten Umwelt- und Tierschutzorganisationen oder wie die Oppositionsparteien glaubt, das Thema Biolandbau eigne sich wegen seiner hohen emotionalen Besetzung ideal für einen Kampf um Anteile am milliardenschweren Spendenmarkt und zur billigen Stimmenhascherei, missbraucht bewusst einen ganzen Berufsstand parteipolitisch und als Spendenzugpferds, so Herndl deutlich. Und weiter: öDabei wird nicht einmal davor zurückgeschreckt, Österreich, das nachweislich den mit Abstand höchsten Anteil an Biolandwirten in der ganzen EU aufzuweisen hat, als eBioschmähland0 zu verunglimpfen. Das ist unerhört!W

Herndl verwahrte sich schließlich auch energisch gegen Versuche aus diesen Kreisen, Österreichs Landwirtschaft und damit alle Bauern in der Öffentlichkeit ständig zu skandalisieren: ZÖsterreichs Landwirtschaft mit ihrem hohen Anteil an Biobauern und ihrem Rekordanteil bei der Beteiligung am EU-Umweltprogramm gilt heute in den EU-Staaten zu Recht als Vorbild. Mit einer hochqualitativen konventionellen Erzeugung von Lebensmitteln, die den strengen heimischen Standards gerecht wird, mit einer darauf aufbauenden AMA-Gütesiegel-Produktion und mit unseren Biobauern bieten wir den Konsumenten neben einer großen Vielfalt auch die höchstmögliche Sicherheit bei Nahrungsmitteln. Das wissen unsere Partner, die Konsumenten und das werden wir ihnen in der nächsten Zeit noch deutlicher machen.e
(Schluss)

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

http://www.aiz-pressedienst.com
FAX: (01) 535 0438

AIZ - Agrarisches Informationszentrum, Pressedienst
Tel: 01/533-18-43, e-Mail: pressedienst@aiz-in.com

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | AIZ/AIZ