WB-Klausur: Wirtschaftsbund besteht auf vereinbarter Lohnnebenkostensenkung

Wien/Groß Enzersdorf(OTS) - Österreichs Betriebe sind mit einer Abgabenquote von 45,4 Prozent (Prognose 2001) deutlich stärker belastet als der EU-Durchschnitt (42,1 Prozent). Bei der Summe der wichtigsten Steuersätze rangiert Österreich auf Platz 5. Der Wirtschaftsbund bekennt sich zur nachhaltigen Sanierung des Bundeshaushaltes - besteht jedoch aus genannten Gründen auf der Realisierung der vereinbarten Lohnnebenkostensenkung, um die Wettbewerbsfähigkeit des Standortes zu erhalten.

Der erhöhte Druck auf die Löhne aufgrund von Verknappungserscheinungen am Arbeitsmarkt sowie die Steuersenkungspläne bei den EU-Nachbarn, machen folgende Maßnahmen erforderlich:

  • Senkung der Unfallversicherungsbeiträge um 0,2 Prozentpunkte bereits im Jahr 2002 (Entlastungspotenzial 1,7 Milliarden Schilling)
  • Reduktion der Beiträge zur Arbeitslosenversicherung aufgrund sinkender Arbeitslosenzahlen
  • Absenkung des Beitrags zum Insolvenzfonds
  • Übernahme der Kosten für die Berufsschulzeit im Jahr 2003 zur Entlastung der Lehrbetriebe und
  • Geringere Besteuerung von nicht entnommenen Gewinnen, um die Eigenkapitalsituation der Betriebe zu verbessern.

Ein zentraler Standortfaktor ist eine adäquate Infrastruktur insbesondere im Hinblick auf die EU-Erweiterung. Hier sind folgende Punkte entscheidend:

  • Leistungsfähige Anbindungen zu den Erweiterungskandidaten (Wien
  • Preßburg, Wien - Brünn, Linz - Prag)
  • Ausbau der Nord - Süd Verbindung
  • Stärkere Nutzung des Ergänzungspotenzials Wasserstraße (Donau)

Weiters verlangt der Wirtschaftsbund die Realisierung von folgenden Maßnahmen, um die Selbstständigenquote in Österreich zu heben:

- Reduzierung der bürokratischen Abläufe und Erfordernisse - etwa mittels Gewerbeanmeldung per Internet und weitere Schritte beim Betriebsanlagenrecht, wie die Entlastung von KMU, die keine Lärm-oder Geruchsbelästigung verursachen, aus dem Anlagenrecht.

- Hilfestellung für Betriebsnachfolger, etwa durch die Ausdehnung des NeuFöG auf Betriebsnachfolger (Grunderwerbssteuerbefreiung) und

- Eine klare Schwerpunktsetzung auf schulischer Ebene in Richtung Selbstständigkeit und Unternehmertum.

(Fortsetzung)

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