Stiefsohn (KPÖ): SPÖ erhöht Kindergartengeld in Wien

Auch Zuschüsse für Kinderferienaktionen werden gestrichen

Wien (OTS) - "Der Traum vom anderen, vom roten Wien ist ausgeträumt. Schon wenige Tage nach der Wahl präsentiert die Häupl-SPÖ den gutgläubigen WählerInnen die Rechnung: der Rotstift wird angesetzt - massive Einsparungen bei den Kindern sind bereits beschlossen", so die Vorsitzende der KPÖ-Wien, die sich bei ihren Aussagen auf Informationen von KindergärtnerInnen beruft.

Laut Stiefsohn wurden die KindergärtnerInnen der Stadt Wien dieser Tage über die Erhöhung der Beiträge für Kindergärten, Horte und Kinderkrippen um 3 Prozent ab September informiert - der Beschluß dazu wurde bereits vor den Wahlen getroffen. "Die Eltern wurden aber noch nicht informiert" so Stiefsohn.

Ebenfalls diese Woche wurde den Kinderorganisationen vom Jugendamt mitgeteilt, daß es für Kinder aus einkommensschwachen Familien keine Zuschüsse zu den Ferienaktionen mehr geben wird. Der Grund dafür: den Jugendämtern wird das Budget um 20 Millionen Schilling gekürzt. Stiefsohn: "Für viele Kinder sind die Zuschüsse oder auch die gänzliche Kostenübernahme die Grundvoraussetzung für eine Teilnahme an diesen Ferienaktionen. Die Erfahrungen z.B. bei "Kinderland" zeigen, daß meist zwei Drittel der Eltern diese Unterstützungen brauchen. Die SPÖ nimmt damit vielen Kindern die Möglichkeit, einmal im Jahr für drei Wochen aus tristen Verhältnissen oder einer angespannten Familiensituationen zu entfliehen".

Ebenfalls diese Woche bekamen die MitarbeiterInnen des Vereins Wiener Kinder- und Jugendbetreuung - finanziert durch die Gemeinde -einen Brief ins Haus. Inhalt: Bei den Integrationsgruppen an offenen Volksschulen wird die höchstzulässige Gruppengröße in der Nachmittagsbetreuung ab nächstem Schuljahr von 15 auf 19 Kinder erhöht. Und es wird ihnen auch mitgeteilt, daß sich die Teamzusammensetzungen ändern können - sprich Personal abgebaut wird.

Stiefsohn: "Im Wahlkampf hat die SPÖ erklärt, daß bei der Zukunft der Kinder nicht gespart werden darf. Nun wird eine entgegengesetzte Politik realisiert. Wir haben diese Entwicklung aufgrund des Wiener-Budgetbeschlusses, bereits vor den Wahlen als wahrscheinlich bezeichnet. Wir fordern aber Bürgermeister Häupl dennoch auf, diese Beschlüsse umgehend zurück zu nehmen".

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