Betriebsratswahl bei Kika startet nächste Woche

Management hat Ultimatum verstreichen lassen

Wien (HTV/ÖGB). Das Ultimatum auf ein klärendes Gespräch mit der Gewerkschaft und dem Betriebsrat hat das Management des Möbelkonzerns Kika verstreichen lassen. Ab kommender Woche wird daher gegen den Willen des Arbeitgebers eine österreichweite Betriebsratswahl eingeleitet, kündigen Arbeiterbetriebsrat Manfred Kropf und der zuständige Sekretär der Gewerkschaft Handel, Transport, Verkehr (HTV), Rudi Wagner, an.++++

Der Streit um die österreichweite Betriebsratswahl beim Möbelkonzern Kika geht in die nächste Runde. Seit Kika Anfang 1999 den Möbelhändler Michelfeit übernommen hat, versucht das Management Betriebsratswahlen im ArbeiterInnenbereich zu verhindern. Ein Rechtsgutachten hat Anfang März dem Betriebsrat Recht gegeben. Donnerstag Abend ist nun ein Ultimatum für ein klärendes Gespräch abgelaufen. Kropf: "Die Konzernleitung will mit uns nicht sprechen. Wir leiten daher kommende Woche die österreichweite Betriebsratswahl ein".

Einen Erfolg konnte der Betriebsrat bereits bei den eingeforderten Nachzahlungen von Überstunden und Sonderzahlungen erzielen. Kropf:
"Ende März musste die Firmenleitung alle ausstehenden Forderungen in Millionenhöhe an die KollegInnen überweisen. Die Konzernleitung wäre daher gut beraten, sich auch in allen anderen Streitpunkten wieder auf den Boden des Rechtes zu begeben".

Auf stur schaltet die Firmenleitung bei der Aufflassung des Regionallagers Wiener Neudorf. Dieses soll mit Ende Juni dieses Jahres geschlossen werden. Die mehr als 150 ArbeiterInnen will die Konzernleitung zum größten Teil mit schlechteren Bedingungen in andere Standorte übernehmen. Kropf und der überwiegende Teil der Beschäftigten lehnen das ab. Der vom Betriebsrat vorgelegte Sozialplan wurde vom Management abgelehnt und liegt nun beim Arbeitsgericht. Kropf: "Ich verstehe nicht, warum die Konzernleitung immer auf stur schaltet und dann doch nachgeben muss. Eine gute Gesprächsbasis wäre doch für alle Beteiligten vorteilhaft."(ff)

ÖGB, 6. April 2001 Nr. 278

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