Fasslabend: Keine Ausdehnung der Ladenöffnungszeiten auf die Nachtstunden

Zell am See, 06. März 2001 (ÖAAB-PD) Gegen eine Ausdehnung der Ladenöffnungszeiten bis in die Nachtstunden hat sich heute, Freitag, der ÖAAB in seiner Bundesvorstandsklausur in Zell am See ausgesprochen. "Im Interesse von einer Viertelmillion Handelsangstellten sagen wir zu den derzeit in der Öffentlichkeit diskutierten Plänen, Geschäften die Öffnung bis in die Nachtstunden zu gestatten ein klares Nein", sagte ÖAAB-Bundesobmann Dr. Werner Fasslabend. ****

Erfahrungen aus den Bundesländern hätten gezeigt, daß es zum "Kaufrausch bis Mitternacht" keinen Grund und keinen Bedarf gäbe. Eine derartige Regelung würde nur zu Lasten der Handelsangestellten gehen, und hier wiederum in erster Linie die Frauen treffen, die ohnehin schon der Doppelbelastung Familie-Beruf ausgesetzt seien. "Wo soll eine Frau, die schon jetzt nur schwer einen Betreuungsplatz für ihre Kinder findet, ihre Kinder lassen, wenn sie bis Mitternacht arbeiten muß?" Zudem würden vor allem abseits des großstädtischen Bereichs in den späten Abendstunden keine ausreichenden öffentlichen Verkehrsmittel zur Verfügung stehen, um vom Arbeitsplatz nach Hause zu gelangen.

Eine Ausdehnung der Ladenöffnungszeiten bis in die Nacht würde zudem die kleinen Versorgungsbetriebe gefährden, die sich ein solches beinahe-rund-um-die-Uhr-Offenhalten nicht leisten könnten. Darunter würde auch die Nahversorgung leiden, die ohnehin schon in vielen Regionen kaum mehr vorhanden sei.

"Eine Regelung der Ladenöffnungszeiten, wie sie derzeit diskutiert wird, würde ausschließlich den großen Handelsketten nützen. Die Politik darf nicht den Fehler machen und sich deren Diktat unterwerfen. Im Interesse der Arbeitnehmer können und werden wir diesen Plänen nicht zustimmen", sagte Fasslabend.
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