- 04.04.2001, 15:51:19
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- OTS0240 OTW0179
Europareife Universitäten brauchen auch mobile bestqualifizierte Mitarbeiter
WKÖ-Piskaty zur Diskussion um das neue Dienstrecht: "Wer zu früh pragmatisiert, blockiert Berufschancen für junge nachkommende Wissenschafter"
Wien(PWK262) "Die österreichischen Universitäten müssen den
Europastandard halten und ihn dort, wo dies noch nicht der Fall ist,
erreichen. Frühzeitige Pragmatisierung der Universitätslehrer führt
jedoch zu einem Abblocken des unbedingt notwendigen
Qualitätswettbewerbs. Deshalb kann die Wirtschaft die derzeitige hoch
emotional geführte Diskussion des so genannten 'akademischen
Mittelbaus' nicht nachvollziehen", erklärt Georg Piskaty, Leiter der
Gruppe Bildungspolitik in der Wirtschaftskammer Österreich. "Gerade
am Beginn einer akademischen Laufbahn muss noch genügend Flexibilität
vorhanden sein, um zu wechseln, unter Umständen auch den
eingeschlagenen beruflichen Lebensweg zu korrigieren. Wer zu früh und
zu umfassend pragmatisiert, blockiert Berufschancen für junge
nachkommende Wissenschafter." Gerade das ist den heute
protestierenden Jungwissenschaftern in Erinnerung zu rufen,
unterstreicht die Wirtschaftskammer Österreich ihre Sorge um
Mobilität, Offenheit und europäisches Qualitätsniveau der
Universitäten.
"Wir erwarten uns von einem neuen Dienstrecht nicht nur den Weg zu
einer vollrechtsfähigen Universität mit mobilen, aber auch
hochqualifizierten Mitarbeitern, denen nach entsprechender
wissenschaftlicher Bewährung selbstverständlich auch
Arbeitsplatzsicherheit geboten werden muss", betont Piskaty. Wichtig
sei auch eine verstärkte transnationale Mobilität, ein verstärktes
Nutzen der Möglichkeiten, die die europäische Science Community heute
bietet, und die beim heutigen stark 'verpragmatisierten'
Laufbahnmodell - oft aus Angst, einen einmal besetzten Posten zu
verlieren - nicht entsprechend in Anspruch genommen werden", so
Piskaty zur laufenden Dienstrechtsdiskussion. (Ne)
Rückfragehinweis: Wirtschaftskammer Österreich
Dr. Georg Piskaty
Abteilung für Bildungspolitik und Wissenschaft
Tel.: (01) 50105-4073
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