• 04.04.2001, 15:22:16
  • /
  • OTS0228 OTW0167

"Kleine Zeitung" Kommentar "Lehrreiche Fabel" (von Erwin Zankel)

Ausgabe vom 05.04.2001

Graz (OTS) - Mit Namen soll man keine Witze machen, aber der
Fall Ute Fabel verführt zu einem Wortspiel: Die Geschichte der
jungen Frau, die eine fabelhafte Karriere machte und ein noch
fabelhafteres Salär kassierte, ist eine sehr lehrreiche Fabel.

Lehrreich, weil sich das Sprichwort bewahrheitete, dass nichts so
fein gesponnen ist, um nicht an die Sonne zu kommen. Ein
aufmerksamer Universitätsprofessor sah das Bild der Minister-
Bürochefin und schöpfte Verdacht, weil die Studentin bei ihm eine
Prüfung nicht bestanden hatte.

Lehrreich auch, weil sie den Titel gar nicht vortäuschen hätte
brauchen. Sie hätte mit ihrem Ehrgeiz und ihren Fähigkeiten auch als
Nicht-Magisterin ihren Weg gemacht - vielleicht nicht bis ins
Vorzimmer des Sozialministers.

Lehrreich vor allem, weil es nicht die einzige Panne ist, die der
FPÖ passierte. Der Fall Fabel enthüllte eine strukturelle
Schwachstelle der Partei.

Nirgendwo kommt man so leicht zu Posten und Mandaten wie in der FPÖ.
Es ist auch keine Partei so schnell gewachsen. Der FPÖ fehlen die
Filter der Vorfeldorganisationen und der innerparteilichen Auslese.
In der Opposition mag dies nebensächlich gewesen sein, in der
Regierung ist es jedoch tödlich. ****

Rückfragehinweis: Kleine Zeitung

Redaktionssekretariat
Tel.: 0316/875-4032, 4033, 4035
email: redaktion@kleinezeitung.at
www.kleinezeitung.at

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | PKZ/OTS

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel