- 04.04.2001, 10:22:07
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- OTS0080 OTW0054
Haubner: Unrealistischen Temelin-Zeitplan zu den Akten legen
Wien, 2001-04-04 (fpd) - Als "unrealistisch angesichts der langen
Reihe von Pannen im Probebetrieb" bezeichnete heute Oberösterreichs
freiheitliche Umwelt-Landesrätin Ursula Haubner die Ankündigung von
Dana Drabova, wonach der zweite Reaktor in Temelin am 5. Dezember
beladen werden soll. "SUJB und die Betreiberfirma CEZ müssen sich
endlich eingestehen, daß der wirklichkeitsfremde Zeitplan zu den
Akten gelegt werden muß." ****
Haubner empfand es auch als Affront, daß vor dem Abschluß einer
qualifizierten Gesamt-Umweltverträglichkeitsprüfung, die im Rahmen
des Melker Abkommens vereinbart wurde, "die nächste Rute ins Fenster
gestellt wird". Während internationale Experten davon sprechen, daß
Temelin "so gefährlich wie 100 moderne AKW zusammen" ist und es nach
wie vor 29 offene Sicherheitsfragen gibt, will Tschechien krampfhaft
am Zeitplan festhalten. "Die Turbinenprobleme sind nach Ansicht des
Schweizer Experten Rudolf Pahr schwerwiegend. 16 Pannen sprechen eine
mehr als deutliche Sprache", forderte Haubner einen endgültigen
Betriebsstopp bis zum Abschluß der Gesamt-UVP. "Die
Husch-Pfusch-Aktionen, bei denen Temelin übereilt hochgefahren und
dann wieder ausgeschalten wurde, müssen endlich ein Ende finden",
forderte Haubner.
Oberösterreichs Umwelt-Landesrätin mahnte in diesem Zusammenhang bei
der österreichischen Bundesregierung ein, den nötigen Druck auf
Tschechien zu verstärken, damit die Vereinbarungen von Melk
punktgenau umgesetzt werden. "Im Rahmen des Melk-Prozesses sagte die
tschechische Regierung die Umsetzung aller notwendigen Maßnahmen vor
dem Beginn des kommerziellen Betriebes zu. Bereits heute sind
wichtige ungelöste Probleme in Temelin bekannt, die sofort einer
Lösung zugeführt werden müssen."
"Tschechien muß sich bewußt sein, daß es mit einem Atomkraftwerk
Temelin, welches 29 offene Sicherheitsfragen aufweist, keinen
EU-Beitritt geben kann", bekräftigte Haubner abschließend. (Schluß)
Rückfragehinweis: Freiheitliches Pressereferat
Tel.: (01) 40 110 /5491
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