Sophie Bauer: Agrarförderungen unterliegen perverser Logik

Wien (SK) "Sie machen ein Mogelbudget zu Gunsten von Großbetrieben", so die SPÖ-Abgeordnete Sophie Bauer heute, Dienstag, im Nationalrat in Richtung Landwirtschaftsminister Molterer. Der von der SPÖ geforderte Sockelbetrag für Kleinbetriebe wäre von Molterer schon drei mal versprochen worden. Der Sockelbetrag würde eine Milliarde Schilling ausmachen. Man hätte die Möglichkeit, Agrarförderungen der EU zu Gunsten von Kleinbauern umzuschichten. Eine Untersuchung hätte ergeben, dass nur zehn Prozent der landwirtschaftlichen Betriebe, alles Großbetriebe, einen Großteil der landwirtschaftlichen Förderungen beziehen würden. ****

"Die Agrarförderungen unterliegen einer perversen Logik", kritisierte Bauer. Je wirtschaftlich erfolgreicher der Betrieb sei, desto mehr an Förderungen würde er erhalten, unabhängig von Leistungen. Bei der Fördervergabe würde nicht darauf geachtet, welches Tierfutter die Landwirte verwenden würden oder ob sie das Grundwasser verunreinigen. In den letzten Jahren sei die Anzahl der bäuerlichen Kleinbetriebe zurückgegangen. Gerade in dieser Situation würden Kleinbetriebe verstärkte Förderungen benötigen.

"Es ist ein Skandal, dass Biobauern vernachlässigt werden", so Bauer. Die derzeitige katastrophale Situation in Europa, wo auf Grund von BSE und Maul- und Klauenseuche aber tausende Tiere vernichtet würden, sei auf falsche Agrarförderungen zurück zu führen. "Das Bauernsterben darf nicht weiter gehen", appellierte die Abgeordnete. Besonders die Kleinbauern seien ein wichtiger Faktor für Tourismus, für Landschaftspflege und für die Produktion gesunder Lebensmittel. (Schluss) sw

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