ÖBF AG: Aufsichtsratsvorsitzender Schenker entkräftet Bedenken der Naturfreunde

Österreichische Kleinwaldbesitzer werden klar bevorzugt

Wien (OTS) - Der Präsident der Naturfreunde, Dr. Heinz Fischer, äußerte heute Mittag im Rahmen einer Pressekonferenz Bedenken zu Anteils-Verkäufen der Österreichischen Bundesforste (ÖBF AG). Die Bedenken sind leicht auszuräumen.

Etwa die Forderung nach einer öffentlichen Kontrolle der Verkäufe ist absurd und erübrigt sich, da ohnedies alle Verkäufe und Käufe der ÖBF AG prinzipiell öffentlich abgehandelt werden. Die Verkaufslisten werden den Landwirtschaftskammern übermittelt. Damit sind die Bauern die ersten Adressaten.

Den von Dr. Heinz Fischer erbrachten Vorwurf des Interessenskonfliktes in der Person von Dipl.Ing. Stefan Schenker als Präsident des Hauptverbandes der Land- und Forstwirtschaftsbetriebe und Aufsichtsratsvorsitzenden der Bundesforste weißt Stefan Schenker entschieden zurück. Verkäufe und Käufe von Grundstücken erfolgen über den Vorstand oder direkt über die Forstbetriebe der ÖBF.

Der Aufsichtsrat erteilt lediglich die Genehmigung zur Transaktion. Alle Verkäufe in den letzten 4 Jahren wurden vom Aufsichtsrat, dem auch der Betriebsrat der ÖBF angehört, einstimmig genehmigt. Diese Einstimmigkeit dokumentiert die klare und ordnungsgemäße Abwicklung der Transaktionen.

Auch der Vorwurf, bei ÖBF - Geschäften würden die sogenannten Großgrundbesitzer bevorzugt, kann leicht entkräftet werden. In den letzten 3 Jahren wurde kein einziges ÖBF-Grundstück von einem größeren Betrieb gekauft. Ganz im Gegenteil: Die ÖBF hat ihrerseits einen privaten Forstbetriebe erworben.

"Von den ÖBF werden bäuerliche Waldeigentümer zum Erwerb von Wald aktiv angesprochen. Es ist in diesem Zusammenhang mehr als begrüßenswert, wenn sich Waldbauern zu größeren Waldgemeinschaften zusammenschließen. Nur größere Waldeinheiten vermögen, die Versorgung der Bevölkerung mit Holz dauerhaft sicherzustellen und am internationalen Markt konkurrenzfähig zu bleiben. Davon profitieren alle" betont Schenker.

Die Forstwirtschaft ist in den letzten Jahren - z.B. nach der Windwurfkatastrophe zu Weihnachten 1999 - mit massiven wirtschaftlichen Einbußen konfrontiert. Die Holzpreise sind um 10% gefallen. Davon sind alle betroffen, egal ob groß oder klein. Die spärlich erwirtschafteten Gewinne reichen gerade aus, um die Betriebe zu erhalten und Investitionen zu tätigen. Für größere Ankäufe reichen sie aber mit Sicherheit nicht aus. Damit gehen auch Spekulationen in diese Richtung nicht auf.

"80% des österreichischen Waldes ist seit Generationen in Privatbesitz von Waldbauern und Familienforsten. Eine mögliche Aufstockung dieses Besitzes auf 81% ist wohl nicht mit gutem Gewissen als Ausverkauf des österreichischen Waldes zu vertreten. Möge dem österreichischen Wald aber nichts Schlimmeres passieren, als auch weiterhin in kompetenten Händen zu sein" schließt Schenker.

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