Nürnberger rechnet vor: Ambulanzgebühren kosten mehr, als sie unter dem Strich hereinbringen

Wien (SK) "Die Regierung beschließt Gebühren, die dann mehr Kosten, als sie unter dem Strich hereinbringen", legte SPÖ-Nationalratsabgeordneter Rudolf Nürnberger am Montag im Parlament dar und untermauerte das mit einem Rechenbeispiel: "In Wien gab es voriges Jahr mehr als 1,5 Millionen Fälle, die heuer Ambulanzgebühr hätten zahlen müssen. 21 Prozent kamen ohne Überweisung. Wenn man davon ausgeht, dass diese nun ihren praktischen Arzt zwecks Überweisung aufsuchen, weil sie dann anstatt von 250 Schilling nur 150 Schilling Ambulanzgebühren zahlen müssen, so ergibt das insgesamt Mehrkosten von 92 Millionen, da die Ärzte pro Überweisung 280 Schilling erhalten." Von Lenkungseffekt könne also keine Rede sein, so Nürnberger. Die Regierung rechne mit einem 40 prozentigen Zuwachs an Besuchen bei Fachärzten als Effekt der Gebühren. "Wenn man dann zu den 92 Millionen an Mehrhonoraren für die praktischen Ärzte die zusätzlichen Honorare für die Fachärzte dazurechnet, so ergibt das Mehrkosten von 300 Millionen Schilling über die kalkulierten Einnahmen der Ambulanzgebühren." ****

Nürnberger machte zudem deutlich, dass die Behauptungen von FPÖ-Klubobmann Westenthaler, wonach Lehrlinge von den Ambulanzgebühren ausgenommen seien, unrichtig seien: "Da 99 Prozent der Lehrlinge bei ihrer Familie leben (das Familieneinkommen wird auch zur Berechnung herangezogen) und selbst ein durchschnittliches Einkommen eines Facharbeiters jenen Betrag übersteigt, der eine Ausnahme von den Gebühren ermöglicht, werden die Lehrlinge auch zahlen müssen." Nürnbergers Vorschlag an Westenthaler: "Wetten wir, wer recht hat! Sollten die Lehrlinge, entgegen Westenthalers Behauptung, doch zahlen müssen, können diese ja die Rechnung an den FPÖ-Klub schicken." (Schluss) re

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