Nach dem Koma alles noch einmal lernen

Einladung zur Buchpräsentation "...und morgen ist die Nacht vorbei" am Donnerstag, 5. April 2001, um 16 Uhr 30 im AUVA-Rehabilitationszentrum Meidling, Wien 12, Kundratstraße 37

Wien (OTS) Wahrnehmung, Sprache und Gedächtnis sind nach Gehirnverletzungen oft so beeinträchtigt, dass die Betroffenen wie zu Beginn ihres Lebens alles neu lernen müssen.
Folgeschäden nach Gehirnverletzungen stellen wahrscheinlich die größte Herausforderung in der Rehabilitation dar. Das Rehabilitationsteam hat bei vielen Gehirnverletzungen eine komplexes Gefüge aus körperlichen und geistigen Beeinträchtigungen und Verhaltensproblemen zu behandeln, die einander wechselseitig ungünstig beeinflussen.
Früher lautete die Meinung vieler Ärzte, dass Menschen mit Gehirnverletzungen nicht mehr rehabilitiert werden können, wenn sie zwei Wochen und länger im Koma waren. Heute weiß man, dass es auch nach Monaten im Koma noch eine Chance für eine erfolgreiche Rehabilitation gibt.
Im AUVA-Rehabilitationszentrum in Wien-Meidling werden jährlich rund 350 schwerverletzte Unfallopfer mit Schädel-Hirn-Traumen rehabilitiert, um ihren Platz in der Familie, in der Gemeinschaft oder im Arbeitsleben so gut wie möglich wieder einnehmen zu können. Dafür wendet die AUVA jährlich rund 75 Millionen Schilling auf. Die Rehabilitation erfolgt mit allen geeigneten Mitteln (§ 189 ASVG). Das präsentierte Buch ".... und morgen ist die Nacht vorbei"
bietet Informationen über die verschiedenen Krankheitsbilder nach einer Gehirnschädigung und Rat und Trost für betroffene Menschen. Frau Sigrid Willheim, die Ehefrau von Herrn Dr. Friedrich
Willheim, der vor 8 Jahren eine Gehirnschädigung erlitt, und Frau Dr. Monika
Murg, Fachärztin für Neurologie, haben medizinische Erläuterungen und das Protokoll der Übungen für Wahrnehmung, Sprache und Gedächtnis für Menschen mit ähnlichem Schicksal dokumentiert.
Bei der Buchpräsentation werden Mitarbeiter der Kreativtherapien des Rehabilitationszentrums ihren Arbeitsbereich vorstellen und die Buchpräsentation damit optisch und akustisch umrahmen:
Frau Mag. Elisabeth Gebharter wird Bilder aus der Maltherapie
zeigen - auch hier wird der Weg der Patient/innen durch Nacht zum Licht
nachvollziehbar.
Mag. Gerhard Tucek und Gerhard Bujak spielen Lieder aus der traditionellen altorientalischen Musiktherapie: Der ganzheitlich harmonisierte Mensch findet leichter sein Lebensgleichgewicht wieder, seine Ordnung nach der durch die Gehirnverletzung ausgelösten existentiellen Krise.
Zur Eröffnung spricht Primarius Prof. Dr. Walter Oder.

Die Vertreter der Medien sind zu dieser Rehabilitationsveranstaltung herzlich eingeladen.
Parkmöglichkeit im UKH-Parking (in der Kerschensteinergasse, einige Meter vom Eingang des AUVA-Unfallkrankenhauses Meidling entfernt)

Zufahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln: Autobuslinien 7a und 15a

Um Voranmeldung wird gebeten: (01) 60 1 50 - 4001 Christine.Greiner@auva.sozvers.at

Weitere Informationen:
Primarius Prof. Dr. Walter Oder: Telefon: (01) 60 1 50 / 4000 Walter.Oder@auva.sozvers.at

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