LWK Steiermark: MKS-Einschleppung verhindern

ATS 80 Mio. Einkommensverluste durch BSE-Krise - Ausgleich notwendig

Graz, 2. April 2001 (AIZ). - VEs muss alles getan werden, um die Einschleppung der sich in Europa rasant ausbreitenden Maul- und Klauenseuche (MKS) zu verhinderni, forderte heute der Hauptausschuss der steirischen Landwirtschaftskammer. Die steirischen Bauern ersuchen alle Österreicherinnen und Österreicher um Solidarität und Mithilfe, damit diese aggressive Seuche von Österreich ferngehalten werden kann. Ein Auftreten der Seuche würde die bereits durch die BSE-Krise unschuldig zum Handkuss gekommene heimische Landwirtschaft weiter schwächen und enormen Schaden anrichten, warnt der Hauptausschuss. ****

Konkret appelliert die Landwirtschaftskammer an die Bevölkerung, keine Reisen in jene Gebiete zu unternehmen, in denen die MKS kursiert. Die Österreicher werden ferner ersucht, keine ausländischen Lebensmittel nach Österreich mitzubringen. Dadurch minimiere sich die Gefahr des Einschleppens dieser aggressiven Seuche stark. Die Kammer verlangt weiters hinsichtlich der Mitnahme von Lebensmitteln verstärkte Kontrollen an den Grenzen sowie das rigorose Auslegen von Seuchenteppichen an allen neuralgischen Einreisepunkten. Nachdem beim Viehverkauf bereits ein enormer Rückstau herrsche, seien praktikable Lösungen für den innerösterreichischen Viehverkehr notwendig.

BSE-Krise: ATS 80 Mio. Schaden im ersten Quartal 2001

Die steirischen Rinderbauern haben nach Angaben der Landwirtschaftskammer im ersten Quartal 2001 durch die BSE-Krise bereits einen Schaden von ATS 80 Mio. erlitten. Die Rinderpreise sind im Durchschnitt um ein Viertel zurückgegangen. Für viele Rinderbauern ist die BSE-Krise existenzbedrohend. Da die heimischen Bauern abermals unschuldig in diese Krise geschlittert sind, fordert die Landwirtschaftskammer einen sofortigen und vollkommenen Ausgleich dieser enormen Einkommensverluste und verlangt ferner eine rasche Lösung zur dauerhaften Finanzierung der BSE-Folgekosten.

FDieses Finanzierungsmodell soll von der öffentlichen Hand getragen werden, weil es sich dabei eindeutig um Maßnahmen des Verbraucherschutzes handelt. Keinesfalls dürfen die Rinderbauern zusätzlich belastet werdenf, stellt die Kammer fest und verweist darauf, dass die Finanzierung der BSE-Folgekosten aus dem Katastrophenfonds nur mehr bis Ende April gesichert ist.
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