Ferrero-Waldner: Österreich und die baltischen Staaten enge Partner im Europa von morgen

Außenministerin beginnt Dienstag Arbeitsbesuche in Lettland, Litauen und Estland

Wien (OTS) - "Die baltischen Staaten sind künftige Partner Österreichs innerhalb der Europäischen Union, mit denen uns zunehmend parallele Interessen verbinden. Gemeinsam werden wir unsere Interessen in Brüssel erfolgreicher durchsetzen können!". Mit diesen Worten unterstrich Außenministerin Benita Ferrero-Waldner heute im Vorfeld ihrer bilateralen Besuche in Lettland, Litauen und Estland die Bedeutung, die sie dem EU-Beitritt der baltischen Staaten beimißt. Als gemeinsame Interessenfelder nannte die Außenministerin insbesondere die Bereiche Umwelt, Transit und Energie.

Im Rahmen ihres Besuches im ersten Reiseziel, Lettland, wird Ferrero-Waldner u.a. mit der Staatspräsidentin, Vaira Vike-Freiberga, dem Ministerpräsidenten Andris Berzins, ihrem Amtskollegen Indulis Berzins sowie dem Parlamentspräsidenten Janis Straume zusammentreffen. Die Gespräche werden sich thematisch prioritär auf die EU-Beitrittsbestrebungen des Landes, auch im Zusammenhang mit der Entwicklung der Gemeinsamen Sicherheits- und Verteidigungspolitik sowie die lettischen NATO-Ambitionen konzentrieren. Außenministerin Ferrero-Waldner wird nicht zuletzt aufgrund des diesbezüglich geäußerten lettischen Interesses das von ihr initiierte Projekt der "Strategischen Partnerschaft" mit den benachbarten Beitrittskandidatenländern und Polen erläutern. Ein Informations- und Erfahrungsaustausch der Repräsentanten beider Staaten im Lichte des derzeitigen Vorsitzes Lettlands im Ministerkomitee des Europarates und des OSZE-Vorsitzes Österreichs im Vorjahr werden ebenso wie die großen Themen Balkan und Russland auf dem Programm stehen. "Die Beziehungen Lettlands zur Russischen Föderation sind für eine erweiterte Europäische Union von immenser Bedeutung!", so Ferrero-Waldner, die auf das Treffen zwischen Präsidentin Vike-Freiberga und dem russischen Präsidenten Putin anläßlich der Ski-Weltmeisterschaft in St. Anton am Arlberg im Februar hinwies.

Als zweites baltisches Land wird die Außenministerin Litauen besuchen. In der Hauptstadt Wilna wird Ferrero-Waldner in ihren Arbeitsgesprächen mit dem Staatspräsidenten Valdas Adamkus, dem Ministerpräsidenten Rolandas Paksas, dem Außenminister Antanas Valionis und dem Parlamentspräsidenten Arturas Paulauskas die dynamische Entwicklung der EU-Beitrittsverhandlungen des Landes erörtern. Der bevorstehende Vorsitz Litauens im Ministerkomitee des Europarates wird ein weiteres Thema der Gespräche, die auch das Kernkraftwerk Ignalina behandeln werden, darstellen.

Der bilaterale Besuch in der estnischen Hauptstadt Tallinn bildet den Abschluß der Reise der Außenministerin. "Österreich genießt in den baltischen Staaten viel Sympathien. Der baltische Pragmatismus sieht in Österreich sicherlich eine Balance zu den stark nach Skandinavien ausgerichteten Beziehungen!", betonte Ferrero-Waldner, die insbesondere Estlands Fortschritte im Beitrittsverhandlungsprozess hervorhob. Die Außenministerin, die im Rahmen ihres Aufenthaltes ein Doppelbesteuerungsabkommen unterzeichnen wird, bezeichnete die gegenseitigen wirtschaftlichen Interessen als ausgeprägt. In der künftigen vollen Zugehörigkeit der baltischen Staaten zur Europäischen Union sieht Ferrero-Waldner eine Bereicherung und Chance für alle.

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