Brosz: Regierungsparteien beschließen Bildungskürzungsbudget

ÖVP kapituliert vor dem FPÖ-Populismus gegen Lehrer

Wien (OTS) "Hartnäckigkeit zahlt sich in dieser Regierung offenbar aus. Die FPÖ hat in den letzten Monaten keine Gelegenheit ausgelassen, um Lehrer als faule Zeitgenossen darzustellen. Diese Haltung findet ihren Niederschlag im Bildungskürzungsbudget 2002, das die Regierungsparteien heute im Nationalrat beschließen werden", kritisiert der Bildungssprecher, Dieter Brosz.

"Ministerin Gehrer kann noch so oft erklären, dass das Bildungsbudget 2002 in absoluten Zahlen den höchsten Wert erreicht. Angesichts der Situation vor allem an den Schulen macht sie sich mit ihrer angekündigten 'Bildungsoffensive' lächerlich. Die Klassenschülerzahlen werden steigen, Lehrer erhalten bei einer Erhöhung der Lehrverpflichtung weniger Gehalt, unverbindliche Übungen und Integrationsmaßnahmen werden massiv beschnitten", so Brosz.

Die Dramatik der Situation spiegelt sich in der funktionalen Zuordnung des Bildungsbudgets in den Daten des Finanzministers wider. Seit 1999 ist das Budget für Erziehung und Unterricht funktional um ganze 700 Millionen Schilling gestiegen. Zieht man nur Gehrers Aussagen heran, hätte es eine jährliche Steigerung um 3 - 4 % geben müssen, um den status quo zu erhalten. De facto betrug die Steigerung in Summe in drei Jahren genau 1 %. Im Jahr 2002 kommt es sogar erstmals zu einem Rückgang des funktionalen Budgets für Erziehung und Unterricht.

"Dies ist mit Abstand das größte Bildungs-Sparpaket, das je in Österreich geschnürt wurde. Diese Bundesregierung und mit ihr die zuständige Ministerin Gehrer hat bildungspolitisch abgedankt," so Brosz abschließend.

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