Geflügelpest grassiert in Italien

Lebensmittelindustrie befürchtet, dass die Seuche durch Einfuhren auf Österreich übergreift

Wien (PWK251) - Die österreichischen Geflügelschlachtbetriebe haben jeglichen Warenaustausch mit Italien eingestellt. Sie lehnen es ab, im Auftrag inländischer Vertriebsfirmen italienische Handelsware gemeinsam mit heimischem Geflügelfleisch zu transportieren und an den Handel auszuliefern. Grund ist die unvermindert grassierende Geflügelpest, die auf Österreich überzugreifen droht.

"Die Schlachtbetriebe schulden es ihren heimischen Geflügelbauern, der Ausdehnung der italienischen Geflügelpest auf Österreich entgegenzuwirken", sagt Manfred Klug, Geflügelexperte im Fachverband der Lebensmittelindustrie. Lockangebote mit Fleisch von Hühnern und Truthühnern als Folge der Absatzkrise in Italien dürften es nicht rechtfertigen, die Übertragung der Seuche auf die österreichische Geflügelerzeugung zu riskieren.

Die Krankheit kann durch Transportbehälter und Fahrzeuge nach Durchfahrt durch Seuchengebiete verschleppt werden. Jedes Auftreten von Geflügelpest, die an sich für Menschen ungefährlich ist, führt zur Sperre von Bauernhöfen. Die Tiere müssen notgeschlachtet werden.

Seit Dezember 2000 ist EU-weit wegen der in Norditalien als Tierseuche auftretenden Geflügelpest das innergemeinschaftliche Verbringen aus weiten Gebieten der Region Venetien verboten. Auch Lieferungen aus anderen italienischen Gebieten sind unzulässig, soweit Kontakte zu Seuchengebieten bestehen. (MH)

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