GÖD-Holzer: Beamte sind nicht der Fußabstreifer der FPÖ

Stellvertretender GÖD-Vorsitzender kritisiert Haider-Rundumschlag

Wien (GÖD/ÖGB). Die beleidigenden Rundumschläge des Kärntner Landeshauptmannes und einfachen FPÖ-Mitgliedes Haider gegen Beamte und insbesondere LehrerInnen in der gestrigen ORF-Sendung "Betrifft", weisst der stellvertretende Vorsitzende der Gewerkschaft Öffentlicher Dienst (GÖD), Richard Holzer, aufs schärfste zurück. Holzer: "Beamte sind nicht der Fußabstreifer einer an Wählerschwund leidenden FPÖ und ein Landeshauptmann hat kein Recht, Bedienstete des Staates zu beleidigen."++++

"Ich lasse mir die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes auch von einem sichtlich schwer angeschlagenen Landeshauptmann nicht auf diese zutiefst beleidigende Art beschimpfen. Das ist Beamtenhetze, wie sie in der zweiten Republik noch nie dagewesen ist", reagierte Holzer auf Haiders Ausfälle, Beamte und vor allem LehrerInnen seien Saborteure der Regierungspolitik und würden sogar gegen die Regierung hetzen.

Der Stellvertretende GÖD-Vorsitzende sieht in der neuerlichen Beamtenhetze System. Holzer: "Einerseits will die Regierung noch immer 15.000 Beamte abbauen, ohne dafür vernünftige inhaltliche Argumente zu finden, anderseits will vor allem die FPÖ von ihrer chaotischen und zutiefst unsozialen Politik ablenken. Was liegt da näher als Hetze, Mobbing und unbeweisbare Behauptungen." Dass die für die Beamten zuständige Vizekanzlerin diese Hetze ihres einfachen Parteimitgliedes voll mit trägt, zeige klar auf, so der stellvertretende GÖD-Vorsitzende, "wer in der FPÖ den Ton angibt."

Enttäuscht zeigte sich Holzer von der stellvertretenden Parteivorsitzenden der ÖVP, Elisabeth Gehrer. Als Spitzenfunktionärin des ÖAAB hätte ich mir eine klarere Haltung gegenüber Haiders Auswüchse erwartet. Ich bin daher gespannt, ob dies zumindest ÖAAB-Obmann Fasslabend nachholt."

Holzer versichert, dass die Gewerkschaft mit allen in dieser beleidigenden Weise angegriffenen KollegInnen solidarisch ist und jeden Fall einer ungerechtfertigten Disziplinierung aufdecken werde.(ff)

ÖGB, 2. April 2001
Nr. 259

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