ÖBB: Modernisierungsschub am Hauptbahnhof Graz

Start der Bahnhofsoffensive Graz im Juli 2001

Im April 2001 startet der große Modernisierungsschub am Grazer Hauptbahnhof mit den Vorbereitungsarbeiten. Im Juli wird mit dem Teilabbruch des Bahnhofes begonnen. Künftig wird die gesamte Geschäftszone neu ausgerichtet. Es entsteht eine neue Shopping Mall auf zwei Ebenen und ein attraktives ÖBB-Reisezentrum. "Wenn man über 5 Mio Reisende im Jahr haben will, ist die attraktive Neugestaltung des Hauptbahnhofs Graz ein unbedingtes Muss", so der Leiter der Bahnhofsoffensive DI Norbert Steiner.

Visitenkarte Graz Hauptbahnhof

Das Gebäude der Bahnhofshalle bleibt erhalten und wird nach den Plänen der Wiener Architekten Zechner & Zechner neu gestaltet. In der Bahnhofshalle entsteht ein neues ÖBB-Reisezentrum, das den Bedürfnissen der Reisenden durch ein multifunktionales Kundenservice entgegenkommt. Im Erdgeschoss werden Geschäfte und neue Gastronomiebetriebe eingerichtet. Eine neue Shopping Mall soll auf zwei Ebenen mit umfangreichem Branchenmix die Konsumbedürfnisse der Reisenden und jene der Bevölkerung abdecken. Mit der ÖBB-Bahnhofsoffensive, die insgesamt rund 330 Mio ATS kostet "haben die Grazer 2003 einen Bahnhof, der einer Kulturhauptstadt gerecht wird", so Norbert Steiner.

Im Mai 1997 wurde der Grundsatzbeschluss für die Bahnhofsoffensive im allgemeinen und für den Bahnhof Graz Hauptbahnhof Ende 1997 gefasst. Die Planungsarbeiten wurden in der für ein Bauwerk dieser Größenordnung relativ kurzen Zeit von rund drei Jahren durchgeführt. Dazu zählen die Projektentwicklung und -planung, die notwendigen Widmungsverfahren, die Abstimmung mit zukünftigen Mietern und der Stadt, städtebauliche Planungsverfahren, die eisenbahnrechtliche Genehmigung und öffentliche Ausschreibungsverfahren. Bis zu dieser Phase werden maximal 5 bis 10% der veranschlagten Summe verbraucht. Ab Juli 2001 beginnt der Umbau und bis Ende 2002 wird die Verkehrsstation Graz Hauptbahnhof, inklusive aller kundenrelevanten Bereiche, baulich fertiggestellt.

Nahverkehrsdrehscheibe Graz

Die unterirdische Anbindung der Straßenbahn, die seitens der Stadt Graz realisiert werden soll, etabliert den Bahnhof Graz zur modernen Nahverkehrsdrehscheibe. Durch die Mobilitätskette werden die zwei Systeme des Öffentlichen Verkehrs in optimaler Form miteinander verbunden. Die Vorbereitungsarbeiten für die Untertunnelung, ausschließlich innerhalb der Bahnhofshalle, beginnen ebenfalls im Sommer 2001. Die Errichtungskosten von rund 10 Mio. ATS übernimmt die Stadt Graz.

Übertragungsverordnung

Die ÜVO ist eine rechtliche verbindliche Finanzierungszusage des Infrastrukturministeriums, dass die ÖBB bei der Schieneninfrastrukturfinanzierungsgesellschaft SCHIG Kredite für die Finanzierung aufnehmen darf. Es darf jedoch nur so viel Geld aufgenommen werden, wie tatsächlich benötigt wird.

Das Beispiel Bahnhof Graz veranschaulicht die einzelnen Phasen des Projektmanagements:

Phase 1: Bedarfserhebung Bahnhofsgebäude und angrenzender Personenverkehr

Anteil der Gesamtkosten am Projekt sind 6%

Dazu zählen das Bahnhofsgebäude, der Kundenbereich und das Reisezentrum, die Unterkellerung für die Nahverkehrsdrehscheibe, die Shopping Mall und die Erschließung zwischen Busbahnhof, Halle und Bahnsteig.

Phase 2:
Planungs- und Konzeptionsphase, Erstellung eines Finanzkonzeptes und Einbindung von Drittpartnern.

Anteil der Gesamtkosten am Projekt sind 10%.

Phase 3:
Einholung von Genehmigungen, Baubewilligungen etc. Seit Anfang Februar liegt die Baugenehmigung des Landes und der Stadt vor.

Anteil der Gesamtkosten am Projekt sind 3%

Bis zu dieser Phase werden maximal 5 bis 10% der veranschlagten Summe verbraucht. Eine Tatsache, die jeder kennt, der schon einmal ein Haus gebaut hat.

Phase 4:
Öffentliche Ausschreibung für vorbereitende Maßnahmen und Provisorien.

Ab Ende März läuft die EU -weite Ausschreibung im offenen Verfahren für die Vergabe der Baumeisterleistungen, der Haustechnik und der Fassade.

Phase 5:
Umbaubeginn des alten Bahnhofes, Fertigstellung

Anteil der Gesamtkosten am Projekt sind 80%
In der Umsetzungsphase wird der Großteil des geplanten Geldes investiert und wird durch ständiges Projektcontrolling begleitet.

Phase 1 Bedarfserhebung 6%
Phase 2 Planung 10%
Phase 3 Genehmigungsverfahren 3%
Phase 4 Öffentliche Ausschreibung
Phase 5 Umbaubeginn 81%
100%

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